#NoHoGeSa: Der Hooligan, das unbekannte Wesen?

28.10.2014
wolfenwax
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// Symbolbild

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Man muss sich wohl kaum alleine fühlen, wenn man diese lächerlichen Schwanzvergleiche um die bessere Ideologie, die sich am Sonntag rund um den Kölner Hauptbahnhof abgespielt haben, nicht nur verurteilt, sondern vor allem deren Unsinnigkeit und deren nicht existente Integrationsfähigkeit in unser Wertesystem vollends begreift. Aber nun ja, die Segnungen der Meinungs- und Redefreiheit und so.

Doch abseits von polizeilicher Unfähigkeit, randalierenden, testosteronbepackten Trunkenbolden und Djihadismus veröffentlichte Jiannis Skouras vom Funkhaus Europa (RBB / Radio Bremen / WDR) einen treffenden und interessanten Kommentar über den Hooligan als neuen sozialen Pariah und als neues Feindbild der Gesellschaft. Den kompletten Kommentar als Text oder Audiodatei findet ihr hier. Prädikat – wertvoll:

Hooligans alter Schule hatten einen sehr eng gefassten Verhaltens-Kodex – das waren keine, die Menschen-aus-der Straßenbahn geworfen haben, weil ihnen das Gesicht nicht passt – und erst recht keine Flaschenwerfer. Hooligans alter Schule ging es nur um das Duell unter ihresgleichen. Alles andere zählt nicht: keine Nation, keine Religion, keine Position – das ist die erste Hooligan-Lektion fürs Leben.

[…] Das ist die dritte Lektion: Hooligans alter Schule gibt es nämlich auch nicht mehr. Am Sonntag haben unter dem Etikett Hooligan vor allem potentielle Totschläger, Neonazis und verdammt viele andere Typen demonstriert, die nicht nur Böhse Onkelz hören, sondern auch eben solche sind.

via Funkhaus Europa // ToDaMax

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