Heimspiel für Fat Freddy’s Drop in Berlin am 11.8.2012 (Konzertbericht)

19.8.2012
Willy
Music

Das eine besondere Magie zwischen Berlin und der Band Fat Freddy’s Drop besteht, weiß man nicht erst seit diesem Jahr. Aber auch vergangenes Wochenende hat FFD mit ihrer erfrischenden Mischung aus Dub, Roots Reggae, Soul und Funk erneut die Berliner Massen zum Beben gebracht.

Die Konzert-History von den neuseeländischen Musikern in Berlin ist lang. Hier, in der Hauptstadt Deutschlands, fing alles an. Sie hatten noch keine zwei Alben veröffentlicht, da spielten die Kiwis schon 2004 das erste mal in Berlin. Zunächst als Geheimtipp gehandelt, wuchs die Fan-Gemeinde, vor allem in der Metropole schnell. Anfangs noch in kleinen, gemütlichen Bars und Nachtclubs bis heute, ins ausverkauften Astra, war zwar der Weg lang, aber in der Hauptstadt der alternativen Künstler und multikulturellen Ströme, nicht mühselig für die 7-köpfige Band. Sie treffen bis heute den Nerv ihres gemischten Publikums.

Die Ausgeglichenheit der Band reflektiert das Publikum von Fat Freddy’s Drop. So, wie die Band ist, so ist Berlin. Nicht berechenbar, man kann Sie nicht in eine Schublade stecken, gleichwohl aber einen gemeinsamen Nenner finden, der die Menschen bis in die Ekstase treibt.

Und so startete das Konzert vergangenen Samstag in Berlin mit tiefen Bässen und der wohlig, weichen und gleichzeitig kräftigen Stimme von Joe Dukie. Das Konzert erreichte den Höhepunkt spätestens dann, als Hopepa (alias Joe Lindsay), in Unterhemd und Boxershort, seinem untersetzen Körper, zum wohl bekanntesten Song ‘Roady’ des 2005 erschienen Albums ‘Based on a True Story’, freien Lauf ließ und sich selbst, wie auch die Massen feierte. Das i-Tüpfelchen war die ein-stündige Zugabe, die man von den unermüdlichen Jungs schon fast gewöhnt ist. Mit dem bekannten Song ‘Hope’ rundeten die Kiwi’s das Konzert ab und zeigten uns damit, dass sich auch am anderen Ende der Welt, die Erde gleich dreht und wir FFD hoffentlich bald wieder in Berlin, der zweiten Heimat der Neuseeländer, begrüßen dürfen.

Foto: FFD live in London von dionc (cc)

Ein Bericht von Rebecca Helmer

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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