Wie fühlt es sich eigentlich an wenn Träume Realität werden? – Interview mit Miriam Bryant

03.11.2012
Fraugoldklee
Allgemein

Ihre Geschichte liest sich wie ein Märchen – Die 21-jährige Miriam Bryant hat es geschafft ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen und das im absoluten Highspeedmodus. Von heute auf morgen änderte sich ihr Leben komplett. Mit dem frisch abgesahnten Plattenvertrag in der Tasche räumte Miriam mit ihrer ersten Single „Finders Keepers“ ordentlich ab und bekam nicht umsonst den Titel „Newcomerin des Jahres“ verpasst. Von den Medien wird sie bereits als „skandinavische Adele“ gefeiert und es ist einfach kein Ende in Sicht. Wir wollten mehr über diese junge Powerfrau erfahren und haben mal nachgehakt : Wie ist es eigentlich so wenn Träume, Realität werden?

Schon früh wurden Miriams Ohren mit Multikultisound gefüttert – als Tochter eines britischen Bäckers und einer finnischen Lehrerin bekam das Supergirl die Musik förmlich in die Wiege gelegt. Das musikalische Erbe ihres britischen Vaters vermischte sich mit dem in Schweden großgewordenen Pop und den melancholischen,ruhigen Tönen ihrer Mutter. Es musste doch einfach so kommen: Das Girl verschrieb ihr Leben im Teeangealter dann endgültig der Musik. Immer wenn sich ihr die Möglichkeit bot sprang sie auf die Bühne und performte, jede freie Minute widmete sie dem Gesang. Sie nahm professionellen Unterricht, um ihre Talente für ein Leben als Entertainerin zu schulen. Einen wichtigen Platz in ihrem Leben, nahm der Freund Victor ein. Seit dem Kindergarten verbindet die beide ihre Liebe zur Musik und genau diese Liebe brachte Miriam zu ihrem Durchbruch. Im November 2011 reiste Miram aus Südschweden in eine Stadt weit im Norden, um Victor bei einem musikalischen Projekt zu helfen, das Teil seiner Ausbildung war.  Sie begannen in Victors Studio an drei Songs für Miriam zu basteln. Zum ersten Mal versuchte sich Miriam am Verfassen eines eigenen Songs – und das Ergebnis überzeugte. Nur knapp 4 Monate später erschien Miriams Debüt-Single ”Finders Keepers” und erweckte nicht nur das Interesse der Fans, sondern auch das zahlreicher großer Plattenfirmen, die von diesem fantastischen Stück Musik und der faszinierenden Stimme dahinter begeistert waren. Plötzlich war sie einfach da!

Miriam Bryant – eine moderne junge Frau, mit Ecken und Kanten und einer Stimme die einem mega Gänsehaut verleiht!

Deine Story klingt wie eine Art Musikmärchen. Es ist einfach zu schön um wahr zu sein. Wie hat das alles begonnen?

Musik war mir schon immer sehr nah. Ich habe sehr früh damit angefangen. Vor allem meine Mom inspirierte mich in dieser Hinsicht. Natürlich hab ich als kleines Girl auch Backstreet Boys gehört. Und Schweden lieferte mir immer super Pop Bands wie  Shout Out Louds, Broder Daniel, Kent oder Håkan Hellström. Das richtig „Musik machen“ hatte ich Victor zu verdanken – vor langer Zeit arbeiteten wir an ein paar Stücken für ein Schulprojekt. Klingt total simpel  – doch das war sozusagen der Startschuss.

Wie würdest du dich selbst beschreiben? Es ist soviel in so kurzer Zeit passiert. Hat sich dein Leben sehr verändert?

Ich bin eine sehr ehrliche Person, die mit ihren Füßen fest auf dem Boden steht, daran soll sich auch nie etwas ändern. Der Song wurde im Internet veröffentlicht und viele Record Labels hörten ihn. Dann bekam ich Angebote und unterzeichnet meinen ersten Major-Deal bei EMI Music. Es hat sich so vieles geändert – man reist durch die Welt und man lernt eine Menge neuer Leute kennen. Aber es ist cool, ich kann meine eigene Songs singen und bekomm dafür Geld. Klasse,nicht? (Lacht) Ich lebe jetzt meinen Traum, ich wollte nie etwas anderes machen! Interviews geben,reisen und auf großen Bühnen stehen. Konflikte zwischen meinem privaten und öffentlichen Leben gibt es nicht. Wir werden sehen was die Zukunft so bringt!

Was steckt eigentlich hinter „Finders Keepers“ ?

Jeder Song hat eine Story, natürlich auch „Finders Keepers“. Es ist ein wütender Lovesong. Ich singe über gebrochene Herzen und den Wunsch einfach weitermachen zu können – auch wenn man dazu nicht in der Lage ist. Songwriting ist wie Balsam für die Seele. Man fühlt sich danach irgendwie erleichtert und besser.

Victor Randström ist immer an deiner Seite gewesen. Wie wichtig ist „echte“ Freundschaft für dich?

Er war einfach immer da und ich bin froh das ich ihn hab. Wir haben zusammen angefangen Musik zu machen und Songs zu schreiben. Er ist nicht nur ein guter Freund, sondern auch ein Kollege, der mir viel Kraft gibt und mich damit karrieretechnisch unterstützt.

 Die Medien stellen dich gesanglich auf eine Stufe mit Adele. Stören dich solche Vergleiche?

Adele ist eine wahnsinnig talentierte Sängerin. Es fühlt sich wirklich gut an! Am Ende des Tages sind die Stimmen,die Songs und die Leute dahinter doch verschieden.

Hast du bestimmte Musiker die deine Arbeit beeinflussen?

Ich höre momentan viel Bon iver, Florence + the Machine, James Blake und Mumford & Sons. Aber ich liebe auch klassische Musik, nur mit Klavier. Ich lass mich gerne von Musik inspirieren.

Wer hätte das gedacht – du liebst Fußball.Gibt es einen deutschen Spieler den du hot findest?

Ich kenne das deutsche Team nicht so gut aber Manuel Neuer und Mario Gomez sehen echt gut aus. Mein Herz schlägt für die englische Mannschaft und den Style von Wayne Rooney und Paul Lambert. Steven Gerard ist wahrscheinlich einer meiner größten Idole und David Beckham der wohl talentierteste Fußballer ever!

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Vor sovielen Personen wie möglich spielen. Musik machen die ich liebe und meine Songs in die Welt schicken.

Zum Schluss noch dein momentaner Lieblingssong?

„Never let me go“ von Florence + The Machines. Ich liebe ihn einfach,weil er wunderschön ist!

 

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Über den Autor

Fraugoldklee Laura. 94er Baujahr. musikfanatisch. Keyboard Cat. Irgendwie liebt sie DAS. Überzeugte Gin Tonic-Trinkerin. Oder ein Weinchen vielleicht. Findet, dass die Welt aus lauter lustigen Dingen besteht, die betrachtet werden von lauter traurigen Menschen, die damit nichts mehr anzufangen wissen.

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