Guerrilla Gardening in Göttingen – Wenn ein paar Kids überall in der Stadt Hanf säen

10.7.2013
Willy
Web

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(Foto unter CC von Grüne Jugend Göttingen)

Wenn das mal keine geile Aktion ist, weiß ich auch nicht. In Göttingen haben ein paar Kids ordentlich Hanf gesäet. Und da man das ja alles gar nicht so einfach nachverfolgen kann, sind Polizei und Mitarbeiter des Grünflächenamtes sind damit beschäftigt, die Pflanzen zu lokalisieren und dem Kompost zuzuführen.  Auf Indymedia gibt es ein Bekennerschreiben, welches aussagt, dass die Pflanzen fast alle keinen THC-Gehalt aufweisen. Aber wer weiß schon, ob das wirklich stimmt.

Es ist Frühling, und mit dem Frühling kommen viele, über den Winter vermisste Pflanzen zurück. Dieses Jahr können aufmerksame Göttinger*innen noch eine weitere, hier selten zu sehende Pflanze bewundern: Die Hanfpflanze. Dass wir diese sowohl nützliche als auch ästhetische Pflanze nicht öfter zu Gesicht bekommen, liegt daran, dass der Anbau in Deutschland grundsätzlich verboten ist.

Selbst für Nutzhanf ohne nennenswerten THC-Gehalt sind die Auflagen für einen Anbau irrwitzig streng und Genehmigungen bekommen grundsätzlich nur Berufslandwirt*innen. Dabei ist die genügsame, schnellwüchsige Hanfpflanze mit ihren robusten Fasern eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und kann äußerst vielfältig eingesetzt werden, zum Beispiel als Textil in Kleidung oder als Papier.

Göttingen scheint auf jeden Fall motivierte Kids zu haben, die Hanf lieben. Auch die Grüne Jugend Göttingen hat einen Cannabis-Fotowettbewerb ins Leben gerufen, der mittlerweile in die zweite Runde geht. Hach ich freu mich grad voll über diese Aktion. Danke Ronny.

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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