Ein Filter, der polarisiert

11.6.2014
Willy
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drlima.net

Gut oder schlecht? Notwendig oder nicht? Jeder, der sich mit Fotografie auskennt, hat bereits von Polarisationsfiltern gehört oder besitzt sogar einen. Doch die Meinungen sind geteilt – was auch daran liegt, dass in der Anwendung oft Fehler gemacht werden.

Was können Polarisationsfilter?

Polarisationsfilter gehören zu den am meisten gefragten Zubehörteilen für Kameras. Ddas zeigt auch die Auswahl in einem gängigen Online-Shop wie calumetphoto.de. Doch warum überhaupt? Ganz einfach: Er ermöglicht Farbspiele, wie sie ohne Filter kaum möglich sind. Und zwar in alle Richtungen: Unerwünschte Spiegelungen können neutralisiert werden, andererseits können sie auch hinzugefügt werden, Farben können nach Belieben verstärkt und abgeschwächt werden. Besonders bei Landschaftsaufnahmen kann der Filter für professionelle Effekte sorgen und ist deswegen in fast allen Fotoausrüstungen zu finden.

Warum kann der Polfilter eigentlich das, was er kann?

Es würde wohl zu tief greifen, die Physik dahinter detailliert zu erklären. Deswegen nur das Wichtigste grob zusammengefasst: Ein Polarisationsfilter lässt nur Wellenlängen in einer bestimmten Richtung durch, die Wellenlängen 90 Grad dazu werden gesperrt (gefiltert). Da Wellenlängen die Lichtfarbe definieren, ergeben sich daraus die Effekte des Filters. Eine genauere Erklärung gibt es für Interessierte hier.
Wichtig zu wissen ist in der Anwendung, dass der Polfilter die richtigen Bedingungen braucht, um die gewünschten Resultate zu liefern. Das ist der vielleicht größte Unterschied zu mainstreamtauglichen Produkten wie der Smartphone-Kamera oder der GoPro-Kamera. (Wir haben erst neulich wieder gesehen, zu was eine GoPro nützlich sein kann, selbst ohne Polfilter.)

Niedrige Kosten als Pluspunkt

Nun kommen wir zu den Kosten: Polarisationsfilter sind bereits ab 60 Euro erhältlich, Spitzenprodukte kosten über 250 Euro. Eine breite Spanne also, die beinahe jeden Anspruch erfüllt. Diese Eigenschaft macht den Filter fast zum Must-have für Fotografen, die nach bestimmten Effekten suchen. Denn angesichts einer Kameraausrüstung von mehreren hundert oder weit über 1.000 Euro sind die Anschaffungskosten für den Filter nicht wirklich nennenswert, die Resultate allerdings umso mehr. Es ist also eine Frage des Zwecks. Wer eine große Fotoreise durch atemberaubende Gegenden wie Island, Südamerika oder Australien plant, ist gut beraten, den Polfilter mit einzupacken.

Bild: © Pixland/Thinkstock

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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