Bye, Bye Size 0

25.7.2014
Willy
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drlima.net

Viele junge Mädchen haben meist einen Traum: Model werden. Im Fernsehen und in Magazinen sieht das immer so toll aus: Durch die Welt jetten, in schönen Hotels schlafen, tolle Fotoshootings machen und auf den größten Catwalks dieser Welt laufen. Doch die Glamourseifenblase zerplatzt, sobald sie einmal im Modelbusiness angekommen sind. Dort herrscht nämlich ein harter Konkurrenzkampf, bei dem sich manche Models fast zu Tode hungern. Diesem Trend wirken nun einige Modedesigner entgegen, indem sie Mode ab Größe 38 schneidern und Plus-Size-Models auf den Laufsteg schicken.

Um jeden Preis dünn sein

Früher waren die Ideal-Maße einer Frau 90-60-90, also eine amerikanische 4 und eine deutsche 36. Wenn man heute auf die Laufstege guckt, haben sich diese Ziffern deutlich gesenkt. Die „Size 0“ (ca. 76-56-81 cm) wurde weltberühmt und sogar um die Größe „00“ (ca. 71-51-76 cm) ergänzt. Außerdem finden Magertrends wie die „Bikini Bridge“ und „Thigh Gaps“ leider immer mehr Anhänger. Bei der „Bikini-Brücke“ darf das Bikinihöschen durch die hervorstehenden Beckenknochen im Liegen nicht den Bauch berühren. Bei der „Thigh Gap“ muss eine sichtbare Lücke zwischen den Oberschenkeln zu sehen sein. Und um diesen Trends zu folgen, scheinen Models bereit zu sein, alles zu geben. Kein Frühstück, Sushi ohne Reis zum Mittag, in O-Saft getunkte Watte zum Abendessen. Dazu natürlich reichlich Cola Light.

Plus-Size-Models erobern den Laufsteg

Einige Modedesigner machen mit dem Magerwahn nun aber Schluss. Sie engagieren keine extrem dünnen Mädchen mehr und kreieren Mode in Übergröße. Auf der New Yorker Fashionweek im September 2013 gab es die erste XL-Show auf dem Laufsteg, die das Publikum begeisterte. Plus-Size-Models wie Marquita Pring, Candice Huffine, Tara Lynn oder Hayley Hasselhoff sind gefragter denn je und auch große Modeketten ziehen nach. Viele haben eine Übergrößen-Abteilung und diverse Onlineshops, wie z.B. navabi: dort gibt es ausschließlich Damenmode für Mollige. Und diese XL-Kollektionen sind genauso trendy wie „normale“ Mode. Kurvige Frauen müssen sich nicht unter weiten Gewändern verstecken. Sie dürfen sich in transparenten Blusen, Palmen- und Blumenprints, Knallfarben, Hippie-Röcke, romantischer Spitze und Metallic-Farben kleiden.

Bild: © Comstock Images/Stockbyte/Thinkstock

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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