Whiskey bent and hell bound

25.7.2014
Willy
Stuff

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So eine Whiskeytrinkerkarriere beginnt ja meist eher holperich. In jungen Jahren, so ungefähr um die Zeit herum, in der man das erste Mal mit Alkohol herumexperimentiert, greifen die meisten zunächst zu Bier und, auch wenn es eher peinlich klingt, zu Alkopops. Die nächste Stufe ist dann die der selbst gemischten Mixgetränke a la Futschi (aka. Chantré und Cola, Mischungsverhältnis egal) und Wodka Orange. Auf die Qualität kommt es dabei kaum an, Hauptsache der Drink erfüllt seinen Zweck. Erst einige Zeit später beginnt man, Alkohol nicht mehr nur zu saufen, sondern zu genießen. Plötzlich tut es nicht mehr nur der Fusel aus dem untersten Regal im Discounter, man ertappt sich dabei, wie man im Weinregal nach einem „guten Tropfen“ sucht. Und dann gibt es solche, denen Wein zwar schmeckt, die Genuss aber eher in anderen Flüssigkeiten finden, Whiskey zum Beispiel.

 So mancher muss schon beim Geruch des zwischen 40 und 50-prozentigen flüssigen Goldes nach Luft schnappen, für andere ist es das beste Getreideprodukt überhaupt. Whiskey spaltet die Trinkernation wie sonst kaum eine andere Spirituose. Unter Whisk(e)y-Trinkern wiederum gibt es wieder zwei Lager, die Scotch-Fans und die Irish Whiskey-Trinker. Nur in einem sind sie sich einig, je älter der Whiskey, desto feiner das Stöffchen. Auf der Suche nach einem guten Whiskey wird man nur eher selten im Supermarktregal fündig. Dafür muss man sich schon auf die Suche machen. Online bietet Vidamo klassische, edle Sorten Schottischen und Irischen Whisk(e)ys an, darunter so traditionelle Marken wie Ardbeg, Laphroaig, Bushmills und Redbreast. Neben europäischem Whiskey gibt es bei natürlich auch noch den amerikanischen Whisky, allen voran Jack Daniels und Johnny Walker, und aus so ungewöhnlichen Produktionsländern wie Japan.

So richtig cool ist Whiskey allerdings nie geworden, trotz einiger berühmter Fans wie Charles Bukowski und Ernest Hemingway. Der torfigen Spirituose hängt noch immer etwas altmodisches und erdiges an. Glamour ist was anderes. Aber dabei geht es beim Whiskey, egal ob aus Schottland, Irland, den USA oder Japan, auch gar nicht. Wer Whisk(e)y trinkt, hat meist nur eines von zwei ehrlichen Motiven: nach einem stressigen Tag abschalten und genießen oder sich ganz gepflegt in kurzer Zeit betrinken. Zum genießen übrigens mischt man Whiskey mit Wasser, zum betrinken geht es auch ganz pur. Und wer meint, echte Whiskeytrinker lassen das Wasser weg, gibt nur an. Denn um sich die Geschmacksknospen der Zunge nicht mit dem hochprozentigen Getreidesaft zu „verbrennen“, muss man ihn verdünnen.

Bild: Arileu via flickr.com © CC BY 2.0

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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