Impressionen auf dem Wasser – Mit einem Katamaran die Mona Lisa zeichnen #FirstSailedMonaLisa

01.10.2014
Willy
Travel Machines, Werbung

DSC_0098

Ich habe euch ja davon erzählt, wie ich mich auf dieses Event vorbereitet habe. Nun war es endlich soweit. Endlich raus auf die See, endlich sehen, ob sich die ganzen Mühen der letzten Wochen gelohnt haben. Die Crew, Lasse, Filmteams, Fotografen, die Leute von der Agentur und von Vodafone. Alle fieberten dem Startschuss entgegen, der leider etwas auf sich warten lies bzw nicht auf sich warten lies. Wer sich ein wenig mit der Segelkunst auskennt weiß, dass es dabei bei den kleinsten Wetterveränderungen zu Problemen kommen kann. Wir fahren ja schließlich mit einem Katamaran da raus, nicht mit einem Kreuzfahrtschiff. Das Ding wiegt nicht einmal 1000 kg und kann dementsprechend bei den falschen Bedingungen doof gesagt einfach davon fliegen. Mit der Crew. Und das wollten wir ja alle tunlichst vermeiden. Also mussten wir noch kurz warten, wohlgemerkt war es an Land totenstill, kein Wind ging und die Sonne brutzelte vor sich hin. Da mag man sich gar nicht vorstellen, dass es draußen auf dem Wasser schon ganz schön ruppig einhergehen kann. Ich selbst war nicht mal sicher, ob ich das überhaupt durchstehe, war ich doch das letzte mal vor gefühlten 15 Jahren auf so einem Boot. Damals ging das dann auch absolut nicht gut für mich aus, das ist aber eine andere Geschichte, die hier nicht unbedingt erzählt werden muss. Hier geht es um Lasse und sein Team, die ihren großen Traum vom Mona Lisa-Segelturn erfüllen wollten. Genau darum wurden sie von Vodafone auch für dieses Projekt auserkoren. Der unbedingte Wille und die Kreativität hinter diesem Projekt beeindruckten die Macher so sehr, dass sie da gar nicht lange überlegen mussten. Und sie wurden auch nicht enttäuscht.

DSC_0061

12 Uhr, Startschuss. Es ging raus aufs Wasser. Nach ein paar Runden der Eingewöhnung ging es dann los. Wir wussten nicht wie schnell es geht, wir wussten nicht wie schwer es wird. Was wir wussten war, dass es spannend wird zu sehen, ob die Jungs der See standhalten und ihr Herzensprojekt umsetzen konnten.

DSC_0238

Lustig an der ganzen Sache war, dass ich teilweise so im Delirium war, dass ich gar nicht mal mitbekommen habe, dass es dann richtig losging. Als ich dann so nach einer Stunde auf See fragte, ob wir denn überhaupt schon angefangen haben mit malen, kam nur ein „Na klar“ zurück. Okay Willy, hast du dann wohl vercheckt. Für mich sah das eben alles so random aus. Aber ist ja klar, man muss erstmal die Punkte anfahren, die möglich und einfach sind. Und das taten die Jungs eben.

DSC_0189

Zwischendurch wurde eine kurze Pause eingelegt, in der die Beibootfahrer (inklusive mir) die Chance hatten auch mal auf den Katamaran zu steigen und mit den Jungs mitzufahren. Mr. Iffland hat natürlich wieder Schiss gehabt, also musste Kollege Vollmer aufs Boot (er ist früher selbst gesegelt). Der hat es dann auch sichtlich genossen, war nach 10 Minuten klatschnass und hatte sein Handy auf dem Gewissen. Gott sei Dank hat der seine Spiegelreflex nicht mitgenommen, Gott bewahre.

Nach geschlagenen 90 Minuten mussten wir dann zwei Dinge feststellen.

– Die Jungs leisten einen klasse Job, obwohl sie das erste Mal in ihrem Leben einen Katamaran segelten.

– Es waren 90 Minuten um und wir hatten einfach mal schon den ganzen Kopf fertig gesegelt. Wahnsinn! Damit hat keiner gerechnet.

Was dann aber auch ein gutes Timing war, denn als wir diese Nachricht erhielten, mussten wir auch schon zum Festland zurückkehren. Unüberbrückbare Wetterbedingungen machten uns einen Strich durch die Rechnung. Ich wäre sehr gerne noch länger auf dem Wasser geblieben, aber es ging einfach nicht mehr. Der Wind war zu stark, die Gefahr zu groß, dass den Jungs etwas passiert. Und das wollte keiner riskieren. Nach zwei Extrarunden im Beiboot auf dem Wasser, die nochmal besonders schnell gefahren wurden, machten wir uns wieder ans Land und ruhten uns erstmal kurz aus. Selbst in so einer kurzen Zeit schlaucht die ganze Aktion ordentlich an den Kräften. Wir trockneten uns, zogen uns die wasserfesten Sachen aus und gingen ordentlich Abendbrot essen. Lecker Burger gab es, selten so gut gegessen. Das Restaurant hieß „El Möwenschiss“. Genialer Name, der von einem ehemaligen Sternekoch ins Leben gerufen wurde, der Bock hatte mal was anderes zu machen.

DSC_0164

DSC_0069

Nach dem Essen war auch schon Feierabend für Jan und mich. Wir mussten zurück, schweren Herzens versteht sich. Das was Vodafone da mit der Segeltruppe auf die Beine gestellt hat war einmalig für mich. Ich habe nicht nur das erste Mal Segeln aus unmittelbarer Nähe erlebt, sondern auch eine Erfahrung im Leben mitgenommen. Träume können wahr werden, wenn man fest daran glaubt und Hilfe dabei bekommt.

Danke Vodafone, das war ne tolle Erfahrung und eine noch bessere Kooperation.

Fotos © by Jan Vollmer für Motherboard

Über den Autor

Willy Dr. Lima

Send this to a friend