Fast immer gut angezogen: Silberne Krawatte meets usual look – das ist „Shades of Grey“

04.11.2014
Willy
Fashion, Stuff

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Keine modische Verbindung ist so erotisch wie die einer silbernen Krawatte mit dem unscheinbaren Look einer ungeschminkten Studentin in Jeans, einfachen Oberteilen und bequemen Schuhen. Um einer Ehe wieder den sexuellen Schwung zu geben, schenken Frauen heutzutage ihren Männern Halsbinder als untrügliches Zeichen dafür, was sie sich wünschen. In Amerika sprangen die Verkaufszahlen von grauen Krawatten 2012 laut dem Fernsehsender ABC sprunghaft an. Der Grund? Die Trilogie „Shades of Grey“, die in der amerikanischen Ausgabe einen grauen Schlips auf dem Titelbild zeigt. Autorin E. L. James bietet einen Stylecheck der besonderen Art.

Vom Vampir zum stilsicheren Milliardär: Das ist „Shades of Grey“

Die Erfolgsstory der silbernen Krawatte begann als Fanfiction zur Vampir-Saga Twilight von Stephenie Meyers. Unter dem Pseudonym „Snowqueens Icedrangon“ veröffentlichte E.L. James ihre Geschichte auf Fanfictionseiten im Internet. Ein Verlag wurde aufmerksam, die Geschichte ein wenig abgeändert und landete schließlich im Buchregal und auf den Bestsellerlisten. Auf der Kinoleinwand werden silberne Krawatte und Studentenlook am Februar 2015 aufeinandertreffen. „Shades of Grey“ ist eine Erfolgsstory, die seines Gleichen sucht.

„Hätte ich mir doch nur einen von Kates Business-Blazern ausgeliehen, statt meine marineblaue Jacke anzuziehen. Ich trage meinen einzigen Rock, meine bequemen Kniestiefel und einen blauen Pullover. Für meine Verhältnisse ist das ultraelegant.“ So beginnt eine schiksalhafte Begegnung in der Geschichte, als die unerfahrene Studentin Anastasia Steel auf den stilsicheren Milliardär Christian Grey trifft, um in Vertretung für ihre beste Freundin ein Interview für die Studentenzeitung zu führen. Sie stolpert quasi in sein Büro und liegt ihm von Anfang an nicht nur symbolisch zu Füßen. „Jung – und attraktiv, sehr attraktiv. Er ist groß, trägt einen eleganten grauen Anzug, ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte und hat widerspenstiges, kupferfarbenes Haar und wahnsinnig graue Augen, mit denen er mich mustert.“ Eine Faszination, die sich zu etwas entwickelt, das über eine körperliche Anziehung hinaus führt. Die Krawatte bekommt später in silberner Ausführung eine besondere Bedeutung. Denn der schicke Geschäftsmann Christian ist Anhänger von BDSM-Praktiken und fesselt seine Ana mit Seilen, Kabelbindern und eben dem Halsbinder. Der Dom sucht eine neue Sub, die sich von ihm beherrschen, versohlen und im Bett zur Ekstase bringen lässt. Ana, die sich Hals über Kopf verliebt, präsentiert sich von nun an sowohl in Bustier und Jogginghose als auch in Neckholderkleid, ausgeliehenen Pumps und von der rechten Hand des Milliardärs gekauften Dessous. Langweiliger Pferdeschwanz trifft zerzaustes kupferfarbenes Männerhaar. Christian legt den Anzug ab, zeigt sich in Jeans, weitem Leinenhemd und barfuß. Ein Reigen um Fesselspiele, Dominanz und Liebe beginnt.

Der Siegeszug des Binders: Die silberne Krawatte kommt auf die Leinwand

Der Erfolg der Geschichte ist sicher nicht nur den unterschiedlichen Dresscodes zu verdanken. „Shades of Grey“ verbindet diese symbolisch für die Unerfahrenheit von Ana sowie für die gequälte Seele von Christian, die als Hintergrund der eigentlichen Liebesgeschichte für sich steht. Und dennoch hat dieses Treffen der unterschiedlichen Stile Rekorde gebrochen: Die Trilogie hat sich bereits über 100 Millionen Mal verkauft, ist in 52 verschiedene Sprachen übersetzt worden und der erste Trailer des kommenden Kinofilms hat einen neuen Aufrufrekord innerhalb der ersten 24 Stunden nach Erscheinen im Internet aufgestellt. Pünktlich zum Valentinstag 2015 soll die Geschichte in den Kinosälen anlaufen. Die Krawatte wird sich der Ire Jamie Dornan auf der Leinwand umbinden. Als Ana lässt sich Dakota Johnson fesseln. Die Kombination macht den Triumph der Trilogie aus: heimliche sexuelle Fantasien verbunden mit erotischer Leidenschaft und echtem Gefühl – verpackt in stilvollen Kleidern, gewöhnlichen Jeans bis hin zur völligen Nacktheit. „50 Shades of Grey“ ist nicht nur in Bezug auf einen Stylecheck eine empfehlenswerte Geschichte.

Neugierig geworden? Auf dem Laufenden rund um die Geschichte und die Verfilmung hält die Fans die Seite www.shades-film.de. Hier ist zahlreiches Hintergrundwissen zu finden, ebenso wie der Link, wo die silberne Krawatte bestellt werden kann. Der ein oder andere mag sich diese nach der Lektüre der Story eventuell um den Hals binden. Oder andere Dinge mit diesem Modeaccessoire anstellen …

 

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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