RBMA 2014: Tokio, Just Blaze beim Sushi-zieren & Fat Freddys Drop in concert

17.11.2014
Sophie Krause
Music, Video

Wolkenkratzer, Sushi und Passanten in Anime-Kostümen? Right, wir sind in Tokio, der Wahlstadt, in der die Red Bull Music Academy (RBMA) dieses Jahr zum 16. Mal Producer, DJ`s, Sänger, Instrumentalisten und musikalische All-Rounder-Rebellen eingeladen hat.

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Auch 2014 gibt es wieder einen Kandidaten, der die deutsche Musiklandschaft vertritt: Berliner Producer und DJ David Hoffmann alias rj. Seinen Stil beschreibt er selbst als etwas zwischen 80er Jahre Disco-Pop und elektronischem Indie-Rock. Was rj nun bei der RBMA erwartet? Neben dem Zusammentreffen mit zahlreiche anderen Künstlern aus der ganzen Welt? rj kann kreative, musikalische Loopings schlagen. Sich z.B. just in diesem Moment mit anderen Teilnehmern wie Zebra Katz aus Brooklyn und RBMA-Team-Member Just Blaze im Studio austoben. Eine eigene RBMA Radio-Show aufnehmen, die es hier gibt. Oder aber mit einem Energydrink auf der Couch im Interview-Saal lümmeln und einem der prominenten Lectures lauschen.

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Das Interview mit Haroldt Faltermeyer würde sich da z.B. anbieten. Dieser hat in den 80ern nicht nur den Titelsong zum Film Beverly Hills Cop komponiert, sondern auch die Hymne für Top Gun. Der Deutsche lebt heute in Hollywood, wo er an Film-Soundtracks und Video-Games arbeitet. Nicht minder viel und spannendes wird auch Michael Rother, der Gitarrist von Kraftwerk, zu erzählen haben. Kraftwerk wurde von der New York Times seinerzeit liebevoll als „die Beatles der elektronischen Tanzmusik“ bezeichnet. Wahre Pioniere des Elektropop, die nicht nur Musikstile wie Synth-Pop und Detroit Techno beeinflusst haben, sondern auch die Anfänge des Hip Hop. Apropros: auch Questlove, Schlagzeuger, Produzent und Mitbegründer von The Roots, hat bereits 2005 in Seattle auf der RBMA-Lecture-Couch gesessen. Eine komplette Übersicht mit Videos findet ihr hier.

Ein Blick auf www.redbullmusicacademy.com lohnt sich aber nicht nur deswegen. Sondern auch wegen des außergewöhnlichen Rahmenprogramms. So konnten z.B. Fat Freddys Drop eine Premiere feiern. Nach über 800 Shows in 14 Jahren Band-Geschichte haben sie die japanischen Bühnen nie zuvor betreten.

Doch damit nicht genug. Da all das Musizieren hungrig macht, gab es für die Beat-Maschinen Just Blaze und Tokimonsta Lachs, Avocado und  Sushi. Beim Lunchen legten die beiden allerdings Hand an die Speiseteller und kreieren mit dem Sushi Sequenzer völlig neue Sounds. Ein RBMA-Geniestreich, den ihr euch hier ansehen solltet:

Über den Autor

Sophie Krause Die 29jährige zugezogene Brandenburgerin mit Kodderschnauze und Speckgürtel-Dialekt, arbeitet nicht nur an der Fertigstellung ihres Romans, sondern schreibt auch mit großem Vergnügen über die Liebe an und in der Hauptstadt. Musik, Fashion, Party`s, Art - you name it.

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