Kollegen schenken Vater 13 Monate Urlaub wegen krebskranker Tochter

08.1.2015
Willy
Web

Vater_Tochter

Und während ich das lese, bekomme ich Gänsehaut:

Im November brach für Frédéric Maire und seine Frau eine Welt zusammen: Bei ihrer kleinen Tochter Louann wurde Leukämie diagnostiziert. Seitdem kämpft die Fünfjährige gegen den Krebs, musste bereits eine Operation über sich ergehen lassen, auch die Chemotherapie hat schon begonnen. Natürlich wollen ihre Eltern in dieser schweren Zeit möglichst viel mit ihrer Tochter zusammen sein. Vater Frédéric bat seinen Arbeitgeber deswegen im November um unbezahlten Urlaub.

Doch seine Kollegen bei Omnitrans, einer Firma für Kühltransporte, überraschten ihn mit ihrer Großzügigkeit: 262 ihrer eigenen Urlaubstage traten sie an den Familienvater ab. So kann er mehr als ein Jahr mit seiner Tochter verbringen, ohne sich Sorgen um die Finanzen machen zu müssen.

Möglich macht das ein französisches Gesetz, das erst im April vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Demnach ist es Arbeitnehmern gestattet, ihre Urlaubstage an Kollegen zu spenden – wenn der Chef zustimmt. So sollen Familien nach Schicksalsschlägen unterstützt werden. Einer der Ersten, der in Frankreich von seinen großzügigen Arbeitskollegen überrascht wurde, war im November der Busfahrer Karim Zaouai. Weil seine schwangere Frau nach einer Gehirnblutung Unterstützung brauchte, schenkten seine Kollegen ihm über ein Jahr Urlaub: 362 freie Tage kamen binnen einer Woche zusammen.

Um Louann und ihre Familie während dieser schweren Zeit zu unterstützen, haben Freunde der Familie eine Facebookseitegegründet und eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Denn Louann möchte unbedingt einmal aus ihrer Heimatstadt Brives-Charensac nach Paris reisen. Mit den mehr als 3000 Euro, die bereits zusammengekommen sind, kann das mehr als nur ein Wochenendtrip werden.

via Stern

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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