Recap zum virtuellen Live Tasting Event mit Jim Beam und der Small Batch Collection

28.1.2015
Torge
Web

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Es sind nun schon einige Tage ins Land gegangen aber wer hier stetig mitliest wird wahrscheinlich mitbekommen haben, dass ich im Dezember bei einer Whiskeyverkostung von Jim Beam mitgemacht habe. Aber fangen wir erst einmal ganz vorne an.

Im Land aufgewachsen gehörte es zum guten Ton sich trinktechnisch auf Cola-Korn und Bier zu beschränken. Hat man aber die Schwelle zum Erwachsenendasein erreicht wird einem ganz schnell klar, dass es im dorfeigenem Likörladen eine wesentlich bessere Auswahl gibt als immer nur den Schnaps aus dem Schrank der Eltern zu stibitzen. Man fing an Softdrinks mit Rum zu mischen und man begann sich zu reduzieren. Wenn man denn schon mal an einer Feierlichkeit Gift zu sich nimmt, dann auch bitte ein Schluck von dem Guten und man stand schon über der Sache. Likör pur zu trinken, ausgenommen dem Kultgetränk aus Wolfenbüttel, war aber nie drin. Es wurde einem auch einfach nicht gezeigt. Und da kommen wir auch schon zum Punkt. Whiskey trinken ist wie Fahrradfahren – es muss einem beigebracht werden (und einmal richtig gelernt, verlernt man es auch nicht so schnell).

Da kam Jim Beam mit seiner Einladung zu einer virtuellen Live Verkostung per Webcam genau zum richtigen Zeitpunkt. Auf Mitte Zwanzig zugehend steht man auf der Schwelle zwischen Feierbiest und Gentleman und man muss herausfinden was für einen das Richtige ist. Nur wenige Tage nach der Ankündigung kam schon der Postbote vorbei und brachte mir die Small Batch Collection in mein trautes Heim. Sechs ausgewählte Sorten, Jahrelang gereift und nun standen sie bei mir, dem Typen, der Whiskey bis dato mit Cola getrunken hat oder lediglich wahrgenommen hat wie Don Draper in Mad Men seine Gläser genießt.

Kommen wir zum eigentlichen Geschehen. Whiskey Expertin Tanja Bempreiksz führte mich und einige Bloggerkollegen durch die Welt der Premium Bourbons und erklärte uns ab wann ein Bourbon eigentlich Bourbon genannt werden darf, wo er herkommt, in was für Fässern er gelagert wird und wie die unterschiedlichen Geschmäcker zu Stande kommen. Auch einen Whiskey an sich zu schmecken ist nicht so leicht wie gedacht, gekaut werden soll er, sodass sich der Geschmack im Mund auch komplett ausbreiten kann. Vom bekannten Signature Craft bis hin zum stark limitierten Distillers Masterpiece probierten wir uns eine Stunde lang durch die bernsteinfarbenen Edelspirituosen.

Nun habe ich selbst schon ein-zwei Verkostungen an Freunde und Verwandte gegeben und ziehe immer noch das gleiche Fazit – mein Favorit bleibt der Basil Hayden’s. Er ist mit seinen 40% und dem dementsprechenden Proof-Wert von 80 bei weitem nicht so scharf wie seine Verwandten (z.B. der Baker’s mit 107 Proof auf 53,5% Alkohol) und überzeugt durch seine Trockenheit häufig sogar eingefleischte Scotchtrinker. Gerade dieses Milde bei der Begrüßung und das süße, honigartige im Nachgeschmack haben mich als Einsteiger wohl daran gebunden. Ein sehr leckerer Whiskey, den ich immer gerne weiterempfehle.

Diese ganzen Wörter können einem natürlich leider nicht den Geschmack auf die Zunge legen, aber vielleicht half es euch ja dennoch sich ein Bild von der Small Batch Collection von Jim Beam machen zu können. Mir wurde in jedem Fall eine Tür geöffnet und ich werde definitiv am Ball bleiben. Danke Jim!

In Kooperation mit Jim Beam

Über den Autor

Torge @TorgeSantjer | noisiv.de | Hamburg | #23

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