Designermode – Luxus für die ganz Kleinen

16.2.2015
Willy
Stuff

girl-510446_1280

Designerkleidung war bis vor wenigen Jahren ein Luxus, den sich nur einige Menschen leisten konnten. Inzwischen kann dieselbe Zielgruppe ihren Kleinen einen Hauch von Luxus abgeben. Hersteller von Designermode haben Babys und Kinder als neue Zielgruppe entdeckt.

Dass sich Stars wie Kim Kardashian in Designermode einhüllen, ist wenig verwunderlich. Die edle Mode bleibt dabei nicht der amerikanischen Frau, die im Reality-TV öfters zu sehen ist, verwehrt. Auch ihre Tochter genießt edle Stoffe und frische Mode, wie zum Beispiel ein schwarzes Pelzcape. Wie Mama aussehen – ein neuer Trend, der bei immer mehr Familien anzukommen scheint. Seit Hersteller von Designermode diese neue Marktlücke erkannt haben, schnellen ihre Gewinne nach oben. Die Kleinen wachsen schließlich schnell aus den Kleidern raus und brauchen dringend neue Klamotten.

Wie wichtig den Deutschen Marken sind

Einer Umfrage des SPIEGEL-Verlags zufolge (Erhebung durch: Dialego AG, ISBA Informatik Service-GmbH) gaben 40,2 Prozent der Befragten an, Designermode wäre für sie beim Kauf neuer Klamotten unwichtig. Für 41,8 Prozent hat Designermode keinen Vorrang. Wenig verwunderlich sind die Zahlen nicht, denn die Käufer von Designermode sind in der klaren Minderheit, schließlich handelt es sich um Produkte, die über dem Preis anderer Artikel liegen. Dennoch hat auch Designermode ihre Anhänger: In diese Gruppe fallen etwa 13,3 beziehungsweise 4,7 Prozent der Befragten. Für sie ist Designermode wichtig beziehungsweise sehr wichtig.

Markenerweiterung dringend notwendig

Viele Designer sind an einen Zeitpunkt angekommen, an dem ihr Standardgeschäft nicht mehr ausreicht. Sie beginnen, die Kunden der Zukunft im jüngsten Alter an sich zu binden. Eltern haben die Möglichkeit, sich von der großen Mehrheit abzusetzen, indem sie ihren Nachwuchs mit Designermode bekleiden.

Angesichts der Tatsache, dass dem Luxuskonsumenten von heute bereits alles in die Wiege gelegt wird, müssen Unternehmen immer wieder neue Strategien entwickeln, um ein neues Angebot auf den Markt zu bringen. Kindermode ist natürlich eine Kategorie, wo Nachkäufe häufig anstehen.

Designer nennen ihre neue Strategie Markenerweiterung. Je besser ein Unternehmen seinen Kunden bedienen kann, desto stärker steigt die Markenaffinität. Das Angebot ist inzwischen umfangreich. Es gibt

  • Jacken und Mäntel
  • Shirts und Pullover
  • Hosen und Kleider
  • Schals und Mützen
  • Schuhe und Accessoires

Das Unternehmen LODENFREY zeigt in seinem Magazin, wie gut Designerkleidung dem Nachwuchs stehen kann. Eltern haben hier die Möglichkeit, sich für die kommenden Saisons inspirieren zu lassen und die passenden Kleidungsstücke direkt über den Onlineshop zu beziehen.

Experten finden die Idee der Luxuslabel, gezielt Kindermode anzubieten, für klug. Selbst wenn sich die Eltern nicht regelmäßig Designermode leisten, statten sie ihre Kinder mit dieser Kleidung aus. Viele Eltern wünschen sich nur das Beste für ihren Nachwuchs und sind bereit, selbst Kompromisse in Kauf zu nehmen. Zur selben Zeit werden Kinder angefixt: Je früher sie in einer Luxuswelt aufwachsen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch als Erwachsene diesen Lebensstil beibehalten möchten. Ab einem Alter von vier Jahren beginnt bereits die Prägungsphase. Ab diesem Zeitpunkt entsteht bei dem Kind ein Bezug zur Marke.

Designermode muss nicht teuer sein

Während Kim Kardashian mehrere hunderte US-Dollar für ein Kleidungsstück für ihre Tochter ausgibt, werden sich die deutschen Verbraucher mit günstigeren Stücken zufriedengeben. Designermode ist im Grunde ein Sammelbegriff, der exklusive Kleidungsstücke beschreibt. Dabei wird nicht definiert, was ein solches Stück kostet: Der Preis fängt bei weniger als einhundert Euro an und kann mehrere Ziffern erreichen. Designermode muss folglich nicht teuer sei.

Foto : Gilmanshin / pixabay.com

Über den Autor

Willy Dr. Lima

Send this to a friend