Haushaltsgeräte, die auch als Designerstücke durchgehen könnten

03.2.2015
Willy
Stuff

Wer den futuristischen und minimalistischen Wohnstil liebt, hat mit Sicherheit gerne auch das eine oder andere Designer Möbelstück in der Wohnung. Das unterstreicht nicht nur den eigenen Lebensstil, es zeigt auch nach außen: Schau her, das kann ich mir leisten. Wenn es ganz krass kommt, dann machen die Fans von Designerstücken aber nicht einen Punkt hinter der Tatsache, dass sie ein paar entsprechende Stühle und Lampen im Haus haben. Nein, auch Gebrauchsgegenstände wie Haushaltsgeräte müssen möglichst diesem Stil angepasst werden. So erstaunt es nicht, dass immer mehr solcher Geräte in den Handel gebracht werden, die eigentlich nur praktisch sein sollen, allerdings ohne Probleme auch als Designerstücke durchgehen könnten.9241495911_e15f4fee30_o

Bildquelle

Es beginnt bei so kleinen Maschinen wie dem Handstaubsauger und endet bei Kühltruhen, die eher einem Ufo gleichen als einem Haushaltsgerät. Toaster, Wasserkocher, Kühlschränke, die Liste nimmt einfach kein Ende. Dabei kann man schon verstehen, wenn die Verbraucher Geräte in ihrer teuren Küche stehen haben wollen, die einem nicht das Gefühl geben, sie seien aus dem letzten Jahrhundert entsprungen. Gerade Geräte, die offen gelagert und nicht in einer Abstellkammer weggesperrt werden, können daher auch ruhig optisch etwas hermachen. So ein futuristischer Handstaubsauger zum Beispiel macht sich schon ziemlich gut, wenn man mit besonders gut aussehenden Haushaltsgeräten überzeugen möchte.

Doch auch Designergeräte, die in den Bereich Haushalt fallen, müssen nicht immer nur im optischen Bereich glänzen. Man muss schon auch etwas mit ihnen anfangen können. Vor einigen Jahren gewann zum Beispiel ein junger Mann von der Universität für Angewandte Kunst in Wien einen Designerpreis für einen Kühlschrank, den er entworfen hatte. Dieser sah nicht nur gut aus, sondern hatte auch eine ganz besondere und praktische Funktion zu bieten. Er wurde nämlich so konzipiert, dass er aus verschiedenen Abteilungen besteht, die sogar jeweils mit einer eigenen Tür versehen sind. Er eignet sich damit zum Beispiel wunderbar als WG-Kühlschrank, denn so ist die Hemmschwelle für die dreisten Mitbewohner gleich höher, etwas von den Sachen der anderen zu klauen, und gleichzeitig kann so jeder seinen persönlichen Grad an Ekel oder Putzfimmel ausleben.

Oder wie wäre es mit einem Toaster, der per USB Anschluss wichtige Nachrichten aus dem Internet auf den Toast überträgt? Die Modelle, bei denen Herzchen oder ähnliche Zeichen auf die Mitte einer Scheibe Brot gebrannt werden, kennt man ja schon eine ganze Weile. Aber es ist ja vielleicht gar nicht schlecht, diese Methode auch zu etwas Nützlichem gebrauchen zu können. Will man beispielsweise seinem Liebsten eine Einkaufsliste für später aufs Frühstück brennen, dann stellt man den Toaster entsprechend ein. Ob dieses Gerät in der Realität bestehen kann, ist allerdings eher fragwürdig, denn man könnte ja auch einfach einen Zettel schreiben und würde sich damit die alberne Aktion ersparen, erst einmal den Toaster programmieren zu müssen. Der so genannte Scan Toaster ist demnach wahrscheinlich nur als lustig gemeintes Tool in den Handel zu bringen. Doch es bleibt spannend, denn es ist wohl davon auszugehen, dass es in den kommenden Jahren immer mal wieder verrückte Erfindungen geben wird, wie man Haushaltsgeräte zum Designerstück machen kann.

Über den Autor

Willy Dr. Lima

Send this to a friend