Neues aus der Beauty-Hölle: Der „Freckle Pencil“

26.4.2015
Fraugoldklee
Kolumnen

Lange Zugfahrten sind prädestiniert für wilde Schmökereien in sogenannten Lifestyle- und Beauty-Magazinen. Zugegeben, auch Schauplatz sämtlicher menschlicher Kuriositäten, aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen. Jedenfalls, habe ich in den vergangenen Monaten meine vierstündige Heimreise des Öfteren der Deutschen Bahn anvertraut und deshalb einen netten Stapel bunter Blättchen angesammelt. Ach ja, on top bin ich jetzt natürlich voll up to date und gehe mit dem Trend, kommta mit? Es ist wirklich erstaunlich, doch die Beauty-Hölle ist mit ihren Trend-Produkten ein absoluter Garant für Unterhaltung. Es folgt nun aus der Sparte „Ja ist es denn de possibility?“: DER „FRECKLE PENCIL“ (Dödödödödöööm).

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Sommersprossen haben ein hohes Frustpotential. Warum? Nun ja. Es ist vergleichbar mit naturlockigem Haar: Frauen, die damit gesegnet sind (richtig, ich bin es nicht), finden diese engelsgleichen Spiralen (meist) richtig kacke. „WEG DAMIT!“, kein Drogerieprodukt ist zu teuer, keine chemische Verbindung zu, ehm … chemisch. Und wir Glatthaarigen schauen stundenlang Tutorials, um uns voll die „messy wavy natural curls“ auf den Kopp zu zaubern. Man strebt ja immer nach den Dingen, die man nicht haben kann, ne? Und mit Sommersprossen ist es ähnlich. Ihre genetisch bedingten Trägerinnen finden die Pigmentflecken oft gar nicht schön. Ja, ich selbst habe keine und würde sie meinen sprossigen Freunden gerne (liebevoll) vom Gesicht abkratzen, weil sie mir gefallen. Und damit bin ich nicht allein. Nein die Beauty-Branche hat es nun auch erkannt und prognostiziert: 2015 trägt Frau „FRECKLES“. Ja, Sommersprossen sind im Frühjahr/Sommer der ABSOLUTE SHIT. Und damit natürlich alle mittrenden können, hat sich die Schönheitsindustrie etwas richtig Pfiffiges ausgedacht. Den „Freckle Pencil“. Sieht quasi aus wie ein Augenbrauenstift, ist es vermutlich auch, aber natürlich brandneu und für den Selfmade-Sommersprossen-Look gedacht.

BITTE LESEN:

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Als ich diesen Artikel in der Zeitung XYC gefunden habe, dachte ich kurz es sei ein verspäteter Aprilscherz. Schade. Ist es nicht. Für den ultimativen Niedlichkeitsfaktor, werden also frei aus dem Handgelenk kleine Punkte in das Gesicht gemalt. Später noch Puder oben druff und fertig. Mein besonderes Highlight: Um den wirklich tollen Sprenkel-All-over-Look zu bekommen, soll Frau sich mit einem Malerpinsel Selbstbräuner in das Gesicht spritzen. Für ähnliche Aktionen bin ich damals in der Grundschule aus dem Kunstunterricht geflogen. Und à propos Malerpinsel. Echt jetzt? Einen aus dem Baumarkt? Ich mein, vielleicht sprenkelt so ein großer Malerpinsel ja besonders schön. Was habt ihr da für Marken getestet? Könnt eure Produktempfehlungen gerne in die Kommis posten! Mal ehrlich, kommt man sich dabei nicht total bescheuert vor? Im Internet kursieren auch schon viele Selbstexperimente. Sieht wirklich voll natürlich aus, ja. Wie Windpocken. Den Stift gibt es in sämtlichen Preisklassen, von Topshop bis zu Lancome. Da ist für jeden Geldbeutel ein schwarzes Loch dabei. Ich sag mal so: Kann man machen, muss man aber auch nicht. Wichtig ist: You’re beautifuuuul, no matter what they say. Isso! Es folgt Musik:

Christina Aguilera – Beautiful from LUNDLUND on Vimeo.

Über den Autor

Fraugoldklee Laura. 94er Baujahr. musikfanatisch. Keyboard Cat. Irgendwie liebt sie DAS. Überzeugte Gin Tonic-Trinkerin. Oder ein Weinchen vielleicht. Findet, dass die Welt aus lauter lustigen Dingen besteht, die betrachtet werden von lauter traurigen Menschen, die damit nichts mehr anzufangen wissen.

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