Her Damit Festival 2015 – Recap

22.5.2015
Ruben
Music, Nachtleben

Letztes Wochenende vom 8.-10. Mai fand das Her Damit Festival auf Rügen, beim ehemaligen KdF-Bad in Prora statt. Ich durfte mit drei Freunden dabei sein und kann nur sagen – nächstes Jahr wieder! Wir alle waren begeistert, aber erstmal der Reihe nach:

Am Freitag hat sich die Abreise leider etwas verzögert und auch die Fahrt war ein bisschen komplizierter, weswegen wir erst im Dunkeln unsere Zelte aufschlugen. Das war ein bisschen aktig, da es keinerlei Licht gab – sonst war der Campingplatz aber super, direkt beim Gelände, geräumig und nur nette Menschen um uns rum! Besonderes Plus: Es gab einen Fußball- und einen Basketballplatz.. super geil für einen längeren Aufenthalt bei schönem Wetter.

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Das Wetter war auch der einzige Störfaktor an diesem Wochenende, jedoch gibts wohl kaum ein besseres Festival als das Her Damit um den Regen zu vergessen – denn drei der fünf Floors sind drinnen. Das ganze Gelände dreht sich um den riesigen „Koloss von Prora“, einen massiven Hausblock, von den Nazis als Ferienort gebaut, von der DDR als Kaserne weiterverwertet und nach einiger Zeit des Leerstands dann zur Jugendherberge umfunktioniert. Ein imposantes Bauwerk, wo man auch als Festivalgänger in einigen Teilen drinnen nächtigen kann gegen geringen Aufpreis! Und duschen gehen o.Ä. kann man da natürlich auch und zwar sehr komfortabel.

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Einer der besten Acts war für mich – wie erwartet – RØDHÅD. Einfach ein geiles Set, was der gute da in der Nacht auf den Samstag hingelegt hat. Auf dem linken BIld sieht man in die DJ Booth auf dem Main Floor – dem „Bunker“, der lichttechnisch hochwertig aber minimalistisch gehalten war. Auf den  riesigen Rechtecken bzw. halben Rechtecken waren teilweise auch fast kleine Filme zu sehen, also ein bisschen Eye Candy für den Tänzer. Hat mir gefallen! Ganz besonders war für unsere Gruppe der Eintritt auf den Floor. Wir kamen an und schoben uns langsam durch die ersten Leute durch, bis plötzlich aus dem Nichts überall Nebel erschien. Kein Mensch war mehr zu sehen, nur Nebel von blauem und gelben blitzenden und rotierendem Licht durchzogen und jeder von uns war direkt am Tanzen. Das war ein Eingang, wie ich ihn selten erlebt habe.. es war mir unmöglich abzuschätzen wie groß der Raum überhaupt war, wo Wände und Säulen waren, ab und an fand ich Teile meiner Freunde wieder, bis sich das ganze nach gefühlten 10 Minuten lichtete. WOW!

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Ein weiteres Highlight für mich: Oliver Deutschmann! Ging gut nach vorne und war absolut tanzbar. Musik ist immer sehr schwer zu beschreiben finde ich, aber das war echt die Haute Couture des Techno. Natürlich auch gut war Marcel Fengler am Sonntag, er kam, sah und lieferte ab. Und angenehmerweise war es nie wirklich zu voll, Getränke gab es eigentlich fast ohne Schlangen direkt abzuholen. Das hat echt Seltenheitswert auf Festivals, war wohl aber auch dem Banstreik und Wetter geschuldet, denn Kapazitäten für mehr wären gewiss vorhanden gewesen. So kam es dann nämlich auch vor, dass am Sonntag morgen gegen 8 Uhr maximal 10 Leute gleichzeitig auf dem „Kabinett“-Floor, direkt gegenüber vom „Bunker“ tanzten – mir war das aber ziemlich egal. Den dritten Floor drinnen, den „Speicher“, habe ich ein bisschen neben vor gelassen. Die Atmosphäre dadrin gefiel mir nicht so sehr wie auf den anderen.. für Roman Flügel hatte ich kurz reingeschaut, mich dann aber doch zum Essen begeben.

 

Bombenüberleitung oder? Denn die Auswahl der Stände vor Ort fand ich super.
Es gab u.A. superleckere Burger von Gorilla Barbecue, für die man auch gerne teilweise bis zu 10 Minuten warten musste, einen riesigen Stand mit durchweg italienischen Mitarbeitern, wo es allesmögliche Essbare (Crêpes!!), Tee/Kaffee/etc., leihbare Shishas und überall Hängematten gab. Zwischendurch lief ich auch vorbei und es lief Trance, während sogar Leute tanzten – sehr angenehm dort (linkes Bild). Auf dem rechten Bild sieht man den Stand von Suppe & Salat, bei dem ein Freund von mir arbeitete, dort gab es neben Suppen und Salaten auch handgemachte Pizza abseits der normalen Sorten und morgens Frühstück.

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Die beiden bisher nicht erwähnten Floors trugen die Namen „Wiese“ und „Ruine“ und befanden sich auf der Rückseite Richtung Strand hin. Freitag war das Wetter super, nur leider wir noch nicht vor Ort, Samstag führte es uns leider dann witterungsbedingt erst mit Anbruch der Dunkelheit dorthin, schade! Das richtige Festivalfeeling des Tanzens und gleichzeitig in der Sonne Schmelzens konnte so leider nicht wirklich aufkommen. Doch gerade die „Ruine“ hatte eine unglaubliche Lightshow, die ich erstmal probiere mit Worten zu beschreiben. Auf eine Hauswand des sechsstöckigen Kolosses wurde Bild projeziert, zusätzlich gab es in jedem Raum hin und her fahrende Lichter, sowie große Strahler, dazu kamen Scheinwerfer außen am Gebäude. Das ganze habe ich probiert bildlich festzuhalten, leider kommt auf den Standbildern nicht alles rüber.

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Da wir Sonntag schon relativ früh fuhren habe ich es leider nicht mehr geschafft mir Christian Löffler anzuhören, aber einige Teile wurden eh aufgrund des Regens von draußen nach drinnen verlegt, ursprünglich sollte Sonntag Abend nämlich gar nichts mehr drinnen laufen.

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Alles in allem kann ich mich nur noch mal bei dem Her Damit bedanken für dieses Wochenende und auch bei Robert, ohne den das wohl nicht möglich gewesen wäre (Danke!). Das Lineup war spitze, es war alles echt schön hergerichtet und vorallendingen zu jeder Sekunde stressfrei. Orga on Point! Für mich der perfekte Start in den Festivalsommer und gerne nächstes Jahr wieder!!

 

 

Über den Autor

Ruben Mein Name ist Ruben und ich bin waschechter Hamburger, 25 Jahre jung, du triffst mich in der Schanze mit Bierchen an der Straßenecke. Musik ist mein Fachgebiet, speziell Rap und Techno.

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