When your house is burning down, you should brush your teeth (mit deutscher Übersetzung)

23.7.2015
Markus
Art & Design

domino 3

© The Oatmeal

Der US-Amerikanische Künstler The Oatmeal ist für seine Comics weltbekannt. Ein Werk von ihm, welches mich besonders berührt ist die wahre Geschichte des 8. Januars 1993 als er und seine Familie nur knapp einer Tragödie entkamen.

Die Geschichte „When your house is burning down, you should brush your teeth“ erzählt auf wunderbare Weise was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind.

Today, January 8th 2013, marks the 20th anniversary of my house burning down, so I decided to write a comic about it. It was a terrible thing and I’ve found the best way to deal with terrible things is to tell funny stories about them later.

My dad still had a copy of the front page of our local newspaper, and I’ve scanned it and pasted it below for anyone who is curious. Also, the newspaper is dated January 9th but the house actually burned down on the 8th (they went to print a day later), and even though the paper states that my sister called the police it was actually my mom.

A lot of people are asking: my mom made it out okay, and she ended up rebuilding her teddy bear business over the next few years.

domino 2 

via The Oatmeal

Für diese schöne Geschichte habe ich mir die Mühe gemacht euch eine deutsche Übersetzung zur Verfügung zu stellen, so das jeder an ihr teilhaben kann. 

Wenn dein Haus abbrennt, solltest du deine Zähne putzen

von The Oatmeal

Als ich 10 Jahre war, brachte mein Vater eine Streunerkatze mit nach Hause.

Wir nannten sie “Domino” wegen Ihrer Schwarz-Weißen Flecken im Gesicht.

Domino war anders als andere Katzen. Er war… etwas kaputt.

Jedes mal wenn er schnurrte hatte er Schaum vor dem Mund und machte seltsame Geräusche.

Er konnte nicht geradeaus rennen.

(Dominos Guide um von Punkt A zu Punkt B zu gelangen)

(Rennen – zusammenstoßen – umdrehen)

Und er fand nie so ganz genau raus wie er das Katzenklo zu benutzen hatte.

Domino war nicht unsere einzige Katze.

Wir hatten mehrere.

Siebzehn um genau zu sein.

Uns sie alle machten in das selbe Katzenklo.

Ein Katzenklo das mich meine Eltern haben sauber machen lassen.

Jeden Tag.

10 Jahre lang.

(Meine Kindheit war wie in Stephen Kings “The Shawshank Redemption” bloß mit Katzenkot.)

Wir brachten die Katzen mit uns als wir von Kalifornien in den Norden Idahos zogen.

Mein Onkel stimmte zu ein paar Tage nach uns, alle mit sich im Auto mitzunehmen.

Alle siebzehn.

2090 km.

Und nach 30 Stunden Fahrt erreichte er unser Haus.

Lies die Katzen raus.

Und fuhr wieder weg ohne ein Wort zu sagen.

Ich stelle mir immer gerne vor das der Grund seines plötzlichen Verschwindens daran lag das die Katzen Ihm den Fundort eines antiken Katzenschatzes verrieten.

Beschützt von einem schrecklichen Katzenmonster.

Er besiegte das Monster.

Und für seinen Mut durfte er ein Leben in Ruhm und Reichtum verbringen.

(Nobel Preis der Katzen

Verliehen an Onkel Gary

Für das Fahren von 17 Katzen durch das ganze Land

und das Besiegen des Katzenmonsters auf seinem Rückweg.)

Das ist nicht die Wahrheit. Aber so habe ich es gerne in Erinnerung

Die ersten Monate in Idaho waren schwer.

Das waren Stadtkatzen und innerhalb von 6 Monaten verschwand die Hälfte von ihnen in den Wäldern. Und wurden nie mehr wieder gesehen.

Vermutlich wurden sie alle von Kojoten gefressen.

Aber ich stelle mir immer gerne vor:

Das sie überlebten.

Und eine Katzenkolonie errichteten.

Sie hatten eine Menge Babies.

Etablierten eine Führung.

und ein souveräner Staat war geboren.

Ein Staat der nach wie vor die nördlichste Spitze Idahos kontrolliert.

Die Katzenrepublik.

Das ist nicht die Wahrheit.  Aber so wie ich sie mir gerne vorstelle.

Aber nicht Domino.

Er streunte nie weit weg von unserem Haus.

Wir liebten ihn.

Aber es war die Art von Haustier die du lieber mit Abstand liebtest.

“Domino ist am Fenster, sollen wir ihn reinlassen?”

“Nicht jetzt. Er sabbert”

Es war 3 Uhr Nachts am 8. Januar 1993.

Als mein Bruder mich wachrüttelte.

Er schrie irgendetwas und rannte wieder aus meinem Zimmer.

Der Raum war ganz verqualmt. Doch mein Bruder stand gewöhnlich vor mir auf um ein Feuer in unserem Kamin zu entfachen. Also ignorierte ich den Rauch.

Zog mich an für die Schule.

Lief ins Badezimmer.

Und putze mir die Zähne.

Ich putze sie weiter bis ich etwas merkwürdiges erkannte.

Es kamen Funken aus dem Lüftungsschacht.

Und in diesem Moment rannte mein Bruder ins Badezimmer und schrie:

“WARUM PUTZT DU DIR DIE ZÄHNE?! DAS HAUS BRENNT DU TROTTEL!”

Und so war es auch.

Meine Schwester hörte es als erste. Aufgewacht durch das tosende Geräusch der Flammen vor ihrem Schlafzimmer.

Sie rannte von Zimmer zu Zimmer und weckte jeden auf.

“FEUUUUUEEEER!!!!”

So wie meinen Bruder, der mich aufwecken sollte.

Unser Haus hatte drei Stockwerke. Und das Feuer brach in der Nähe des Kamins im 2. Stockwerk aus.

Wir verschanzten uns unten.

Zogen Stiefel und Jacken an.

Und rannten nach draussen durch einen schneebedeckten Pfad der um unser Haus herum verlief.

Meiner Mutter blieb oben und rief die Feuerwehr.

Durch den Rauch konnte sie nur schwer atmen, also öffnete sie einen kleinen Spalt einer Glastüre.

Der Plötzliche Wechsel des Luftdrucks verursachte eine Explosion die alle Fenster des Hauses gleichzeitig zerbrechen ließen.

Jeder der ausserhalb des Hauses stand musste sich ducken und in den Schnee springen um dem Feuerball zu entgehen.

(Auch wenn Explosionen normalerweise etwas schlechtes sind, war es irgendwo auch cool das ich das Entkommen eines riesigen Feuerballes auf die Liste meiner Lebensereignisse setzen konnte.)

Zum Glück konnte sich meine Mutter unverletzt retten.

“Okay, der ganze Scheiß explodiert gerade. Nur um es euch wissen zu lassen”

10 Minuten nachdem wir das Haus verlassen hatten:

Das dritte Stockwerk

brach über

dem zweiten ein,

welches über

dem ersten zusammenbrach.

Was das Haus zu einem großen Feuer machte.

Bis die Feuerwehr eintraf konnten wir nichts machen.

Also saßen wir alle in Dad’s Jeep und warteten.

Das Haus brannte drei Tage lang. Ein Gutachter erzählte uns das die Ursache für den Brand ein Defekt im Kamin war.

“Offensichtlich war Feuer der Grund für das Abbrennen Ihres Hauses.”

Ich bin unendlich Dankbar dafür das meine Schwester aufgewacht war und die Geschichte meiner Familie hier nicht endete.

Die Geschichte unserer unzähligen Katzen jedoch endete hier.

Es war Mitten im Winter und sie alle waren im Haus als es niederbrannte. Sie alle kamen dabei um.

Aber ich stelle mir immer gerne vor das sie in einem Kampf umkamen.

Als sie eine Belagerung unseres Hauses der nahegelegenen Katzenkolonie verteidigten.

Die Führer der Katzenkolonie waren nicht erfreut zu hören das das Katzenmonster von einem Menschen und nicht von einer Katze erlegt wurde.

Eine Schlacht entbrach und unser Haus fiel.

Das ist nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist das sie alle beim Brand umkamen. Aber so stelle ich sie mir gerne vor.

Ich male Gemälde der Fiktion

Manchmal um mit Situationen besser zurecht zu kommen.

Manchmal um ihnen zu entfliehen.

Und manchmal einfach nur weil es mich glücklicher macht mir solche kranken Geschichten auszudenken.

Aber

Die Fiktion ist nicht immer notwenig. Denn manchmal hat auch die reale Welt Happy Ends.

Denn am nächsten Tag, kehrte ich zum Haus zurück und sah die qualmenden Überreste von dem was mal unser Zuhause war.

Ich musste an all die Katzen denken

Und fing an zu weinen.

Aber mein Weinen wurde durch ein seltsames Geräusch unterbrochen

Ein Geräusch das genauso klang wie…

Domino.

Wir brachten siebzehn Katzen mit uns nach Idaho.

Die Natur, die Wildnis und Feuer nahmen uns sechzehn von ihnen.

Jede ausser Domino.

Nicht der Kaputte.

Ich lernte eine wertvolle Lektion an diesem Tag

Sei Dankbar für alles was du hast.

Selbst wenn es nur  eine kaputte Katze ist

Ende.

Über den Autor

Markus xxx

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