FC St. Pauli & RB Leipzig – Im Spagat zwischen Mythos und Realität

20.8.2015
Markus
Video, Web
leipzig

Terminübersicht auf der St.-Pauli-Homepage: Kein Logo für RB. Bild: Spiegel

Der FC St. Pauli ist der Deutschen liebster Zweitverein. Alleine in Deutschland soll der Zweitligist 11 Millionen Sympathisanten haben. Wenn an diesem Sonntag die Fussballklubs vom Millerntor auf das Team von RasenBallsport Leipzig treffen, stehen sich scheinbar zwei Welten gegenüber. Das liegt zum großen Teil am linkspolitischen Leitbild St. Paulis, das die Identität des Vereins und seiner Anhängern ausmacht. Auf der anderen Seite stehen die von Red Bull geführten Kicker der einwohnerstärksten Stadt Sachsens.

Der Kiezklub pflegt sein Image als etwas anderer Verein nach Kräften, das Brauseteam aus Leipzig bietet sich da natürlich als Zielscheibe der Kritik besonders an. Während alle anderen Vereine auf dem offiziellen Spielplan der Homepage des FC St.Pauli ihr Logo beibehalten dürfen, wurde es bei RB kurzerhand entfernt und durch den schlichten Hinweis „Leipzig“ ersetzt. Wer allerdings im heutigen Profi-Fußball mitspielen will, der braucht Kleingeld und das trifft auch auf den FC St. Pauli zu. Es braucht Sponsoren-Verträge, Marketing-Pläne und Business-Logen. Selbst in einem Kaufhaus in München lassen sich zwischen FC Bayern Trikots und Real Madrid Kappen, die Totenköpfe der Hamburger entdecken. Der Verein will sich möglichst gewinnbringend vermarkten, ohne seine Identität zu verraten.

Liegt zwischen den beiden Vereinen also tatsächlich ein so breiter Graben? Das VICE Magazine hat sich kürzlich der Thematik angenommen, und ist am Millerntor auf Spurensuche gegangen: Im Spagat zwischen Mythos und Realität.

 

via SpiegelVice

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Markus xxx

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