Beethoven singen gegen AfD – Mainzer Oper macht es vor und sprengt Demo

25.11.2015
Markus
Video, Web

 

Bin zugegeben nicht so der Kenner der klassischen Musik, aber was die Sänger des Staatstheaters in Mainz abgeliefert haben ist ganz großes Kino. 120 Mitarbeiter des Theaters hatten am vergangenen Samstag im Foyer des Gebäudes Beethovens „Ode an die Freude“ gesungen, während die „Alternative für Deutschland“ draußen eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen das Asylchaos“ abhielt. Der Gesang war so laut, dass die Reden der AfD Mitglieder auf der Bühne vor dem Staatstheater kurzerhand abgebrochen werden mussten.

Die Polizei sah das ganze hingegen nicht ganz so locker und dem Staatstheater blüht nun eine Strafanzeige, denn:

„Das ist ein formaler Verstoß, das ist ganz klar geregelt“, sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mainz. Nach Paragraph 21 des Versammlungsgesetzes wird, wer „in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen grobe Störungen verursacht, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Unser Mann der Stunde, Intendant Markus Müller hat seine eigene Auffassung:

Die Aktion war seine Idee. In einer Hausmail lud er die Belegschaft ein, die „besonderen akustischen Gegebenheiten des Foyers auszutesten“, und zwar bei einer Probe des berühmten Schlusschores aus Beethovens 9. Symphonie. „Alle Menschen werden Brüder“, heißt es darin in den Worten Friedrich Schillers.

Und fügt hinzu:

„Wenn man dafür eine Anzeige bekommt, dann ist das eben so“

Bad Boy for life, Markus. Starke Aktion!

via SZ

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Markus xxx

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