Werbung vs. Graffiti – Was ist Kunst – Was kann weg?

15.11.2015
Markus
Art & Design

Die Graffiti Crew Moses & Taps bemalte letztens einen S-Bahn Wagon im „Coca Cola“ Style, die manch einem Passanten gar nicht aufgefallen sein dürfte. Viele werden es als Werbung abgestempelt haben. Die Hamburger geben der Diskussion über Graffitis auf Zügen mit ihrem neusten Werk aber nochmal einen gehörigen Twist. Schließlich hört man über mit Werbung zugeklebten S-Bahnen wenig bis gar keine Kritik.

Für den Fahrgast ändert sich sowohl beim Graffiti als auch bei Werbereklamen erstmal nichts: Beides mag man nicht unbedingt angucken, wird dazu aber mehr oder weniger gezwungen und beides versperrt die Sicht im Zug nach draußen. Zugegeben. Die Entfernung der Klebefolien auf S-Bahn Zügen dürfte einfacher und weniger kostspielig sein als die Entfernung eines Graffitis. Aber mal ehrlich. Auch wenn bei letzterem die Kosten für den Steuerzahler höher sind, schaut man sich doch lieber ein schönes Kunstwerk eines Kreativen an, als die Reklame einer Limo, oder?
Immer mal wieder sorgen diese so genannten „Wholecars“ nicht zuletzt in den Sozialen Netzwerken für Kontroversen. Ist das Kunst oder sollte das weg? So sorgte auch letztens das Star Wars Graffiti auf einer Berliner S-Bahn nicht nur für positive Resonanz unter unseren Lesern.

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Vorab. Solche Meinungen haben auch für mich, als bekennender Street Art Sympathisant ihre Daseinsberechtigung. Kunst ist bekanntlich etwas über das sich gerne streiten lässt, sollten daher auch Leute dafür bezahlen, die mit dieser kreativen Richtung  gar nichts anfangen können? Schwierige Kiste, bei der ich mich auch gar nicht festlegen möchte. Wie steht Ihr zu dem Thema?

via Kraftfuttermischwerk

Über den Autor

Markus xxx

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