The Machine Cast #71 by Toni Haupt

06.1.2016
Fraugoldklee
The Machine Cast

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Ladies and Gents, es ist wieder soweit: Im Hause DrLima scheppert es aus den Boxen. Denn wie jeden Mittwoch, fordern wir euch zum Tanzen auf. Hinter der Nummer 71 unseres Machine Casts steckt der Berliner Toni Haupt, der vielen nicht nur wegen seines fantastischen Sets auf dem Fusion Festival 2015 bekannt sein dürfte. Der Kopf des Kollektivs und Labels Telekollegen steht für einen warmen, analog-treibenden Sound, wie er auch in unserem Machine Cast unter Beweis stellt. Freut euch auf Storytelling in großen Tönen, mit der gewissen Portion Pep, oder wie der Meister selbst sagt: „Ohren auf und Augen zu!“

Als gebürtiger Berliner, wieviel „Big B“ steckt in deinem Machine Cast?

Als gebürtiger Berliner stecken 100% Berlin Grooves und Feelings in meinem Cast. Hahaha. Nein, ehrlich gesagt habe ich versucht mich von meinem Gefühl leiten zu lassen und dennoch eine kleine Geschichte zu erzählen, die den Zuhörer mit auf eine Reise nimmt. Also: Viel Spaß beim Hören. Ohren auf und Augen zu!

Wieso genau diese Trackauswahl?

Ich gehe eigentlich nie zu sehr verkopft an meinen Sound ran, sondern spiele einfach gerne das, was mir selbst gefällt. Diesmal hab ich am Anfang zwei Tracks übereinander laufen lassen, um dem Ganzen noch einen Schuss Pep zu geben. Zwischendrin gibt es einen unreleased Tune meines Berliner Freundes und Telekollegen-Buddys Daniel Archut. Für mich ist es wichtig, dass es grooved und gleichzeitig nicht zu monoton wird. Melodien sind dabei ein wichtiges Kriterium für die Auswahl meiner Tracks.

Was unterscheidet den Machine Cast zu den Sets, die du sonst in Clubs oder auf Festivals wie der Fusion spielst?

Im Grunde genommen relativ wenig… Ich spiele einfach für mein Leben gerne Musik und das bekommt der Hörer auch zu spüren. Auf Festivals oder zu bestimmten Zeiten werde ich vielleicht noch etwas deeper oder ziehe mir die Schnürsenkel am Schuh noch etwas fester. Aber das ist situationsabhängig. Bei dem Cast habe ich irgendwann einfach die Augen zu gemacht und mir vorgestellt, dass ich auf einem kleinen Open Air am Wasser bin.

Gibt es zu einem der Tracks eine besondere Verbindung oder Geschichte?

Ja der erste Song hinter dem Loop, der darauf läuft ist ein Remix von Matthew Herbert im Orginal (DJ Koze). Mit diesem Song habe ich im Sommer auf den Festivals gerne eröffnet oder das Closing gespielt. Matthew Herbert hat mich zudem auch vor ein paar Wochen live an der Berliner Volksbühne sehr begeistert. Ein weiterer Song ist von meinem bereits erwähnten Freund Daniel Archut, dem ich das Produzieren quasi aufgezwungen habe. Mittlerweile startet er mit seinem ersten Live Projekt Bondi durch. Wir haben dieses Jahr sogar zusammen einige Festivals, wie zum Beispiel das 3000Grad oder Fusion Festival bespielen dürfen.

Zum Produzieren fährst du oft mal an die See. Wo hast du den Machine Cast aufgenommen und was hat dich beeinflusst?

Den Mix hab ich lustigerweise seit langem mal wieder zu Hause aufgenommen. In der Regel nehme ich meine Sets eher im Studio oder Club auf, aber diesmal war es im heimeligen Zuhause. Ich bin auf jeden Fall ein Mensch, der den Bezug zu den schönen Dingen benötigt, um das zu produzieren, was mich zufrieden stellt. Daher habe ich mich auch vor kurzem mit 5 Musikern in einem Haus mit Meerblick auf Hiddensee eingeschlossen. Kein Internet – zumindest sehr langsam und kein Telefon…. Traumhaft.

Über den Autor

Fraugoldklee Laura. 94er Baujahr. musikfanatisch. Keyboard Cat. Irgendwie liebt sie DAS. Überzeugte Gin Tonic-Trinkerin. Oder ein Weinchen vielleicht. Findet, dass die Welt aus lauter lustigen Dingen besteht, die betrachtet werden von lauter traurigen Menschen, die damit nichts mehr anzufangen wissen.

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