Tommy Lee bleibt kopfüber auf einer Achterbahn stecken und drummt einfach weiter

02.1.2016
Markus
Music, Video

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Nur mal angenommen: Ihr seid der Drummer einer Glam Rock Band aus den 80ern, habt durch eure Musik weltweit mehr als 50 Millionen Platten verkauft und das Beste aus eurer gescheiterten Ehe, war der Ruhm und Reichtum den Ihr durch ein unfreiwillig veröffentlichtes Sex-Tape erlangt habt. Ich verkneife mir an dieser Stelle die Metapher der Achterbahn um das Leben des Tommy Lees zu vergleichen, was der alte Haudegen aber auf seinem gestrigen Abschiedskonzert der Mötley Crües in Los Angeles abfeierte, ist mindestens beachtenswert.

Drummin‘ on a roller coaster. Bei Minute 3:00 bleibt das Teil stehen. 

Ich gehe mal soweit zu behaupten, wenn dir irgendwelche Typen eine verdammte Achterbahn in eine Halle in Los Angeles bauen damit du da ein Konzert vor 20.000 Zuschauern spielen kannst, hast du wohl auch einiges richtig gemacht im Leben. Ich bin sicher kein abergläubischer Mensch, aber wäre ich Tommy Lee, hätte ich mir dennoch wohl durchaus Gedanken gemacht, bliebe das verflixte Teil ausgerechnet an der steilsten Stelle des Loops stecken. Kopfüber.

Und was macht der Tommy? Zögert ein wenig (“I’m having the fucking best time of my life, until right now,”), nutzt die Gunst der Stunde um sich noch schnell Einblicke aus einer etwas anderen Perspektive geben zu lassen („Well, fuckin’ show me your titties or something, I don’t know.”) und drummt dieses gottähnliche Zeichen einfach unerbittlich weg.

Man kann von dem Typen halten was man mag, aber wenn es darum geht sich immer wieder aufs Neue aus der Scheiße zu reißen, ist Tommy Lee definitiv Profi.

via Pigeons & Planes

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Markus xxx

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