Unser Trip nach Südafrika – Ein kleiner Recap (Tag 1&2)

20.1.2016
Willy
Travel Machines

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Normalerweise bin ich ganz schlecht darin, permanent aus dem Urlaub zu berichten. Doch werde ich meine Erlebnisse hier in mehreren Postings zusammenfassen, damit ihr mal einen Eindruck bekommt, was ich letztes Jahr im Herbst knap 2 Wochen eigentlich so getrieben habe. Vom 28.10. bis 5.11.2015 war ich mit meinem guten Kumpel Thang (von electru.de) in einem der schönsten Länder der Erde zu Gast, Südafrika. Dabei beziehe ich natürlich nur die Länder ein, die ich schon gesehen habe. Bei Thang sind das weitaus mehr, aber das ist auch nur Nebensache, denn ihm hat es genauso gut gefallen. Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll, vielleicht einfach mit dem Hinflug. Dieser startete in Frankfurt, wo auch sonst, fliegen von dort aus doch ziemlich alle Flugzeuge in die Welt hinaus. 11 Stunden Flug ist sicherlich ne lange Zeit, allerdings ist die ziemlich leicht überbrückbar, wenn man einen geselligen Sitznachbar und ein paar gute Filme hat. Nachdem wir den Flug überstanden hatten, ging es auch direkt los. Abholung am Flughafen OR Tambo, Shuttle zum Hotel in Johannesburg, welches unsere erste Station war.

Tag 1 & 2 in Johannesburg

Wie schon erwähnt, waren wir in Johannesburg zu Gast. Eine Stadt, die größer und mächtiger kaum sein könnte. Keine Hauptstadt, kein Regierungssitz und trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass es sich hierbei um eine der wichtigsten Städte in Südafrika handelt, was auch so ist. Und was macht man als Allererstes in solch einer Stadt? Natürlich! Man trinkt einen Milchshake mit Marshmallows. Was könnte es auch schöneres geben? Natürlich sind die Städte in Südafrika an manchen Stellen immernoch gefährlich und wir beiden Paradiesvögel fallen da natürlich auf. Darum liesen wir uns die ein oder anderen Tipps geben, wo wir uns entspannt aufhalten und die Stadt erkunden konnten.

Einer dieser Bereiche war „Maboneng“, was wir Deutschen wohl als „hippes Viertel“ bezeichnen würden. Da gibt es einige Personen, denen die Entwicklung der Kulturen und das Modernen sehr am Herzen liegen und dieses auch in die Stadt bringen wollen. Und so kommt es, dass immer mehr Bezirke wie eben „Maboneng“ kultivierter und schöner werden. Es wird so langsam Leben eingehaucht, Bars entstehen, Straßen voller Pop-Up Stores sprießen und ein schickes Restaurant reiht sich an das andere. Diese Entwicklung kann und sollte man nur begrüßen, wenn man die Umstände bisher betrachtet. Und so kam es natürlich auch dazu, dass Thang und Ich eine Tour durch die Stadt machten, mit einem Guide, der sich „Bones“ nannte. Er zeigte uns wichtige Spots, interessante geschichtliche Knotenpunkte aber auch Kunst, die man selten sieht. Da hängen hier und da mal beeindruckende Werke von Shepard Fairy an den Brückenpfeilern und Häuserwänden. Wir besuchten ein Atelier einer Künstlerin, wanderten durch verschiedene Viertel und lernten vieles über die Geschichte der Stadt. Mandela, Tambo, Apartheit, Goldgräber…all das sind Dinge, die uns da näher gebracht wurden und die eine wesentliche Rolle in der Entwicklung dieses Landes hatten.

Nachdem wir die knapp dreistündige Lauftour hinter uns hatten, ging es direkt weiter. Wir hatten den Besuch eines Townships auf dem Plan, besser gesagt eines der bekanntesten und größten Townships überhaupt im Land, Soweto. Davon hat sicherlich schon der ein oder andere gehört. Ich selbst finde diese Townships am Rande der Stadt sowas von faszinierend, da es nicht wenige gibt, die größer sind als Berlin. Soweto ist wohl am bekanntesten. Wir schwungen uns mit Guide und ein paar Franzosen aufs Mountain-Bike (oh gott, ihr wollt gar nicht wissen wann ich das letzte Mal richtig lang Fahrrad gefahren bin) und düsten los. Einmal quer durch die Straßen des Townships, mal Schotter, mal Asphalt, mal Müllhalde, mal schöner Häuserblock. Die meisten Menschen dort haben nicht sonderlich viel Geld, aber machen dennoch das Beste aus ihrem Leben. Und das wirklich Schönste an der Sache ist. Sie sind herzensgut und total freundlich zu Touristen wie uns. Nach einer knapp einstündigen Fahrt und einem guten Plausch über die Fussballclubs der Stadt kamen wir wieder zurück ins Hostel, wo die Tour losging. Eine tolle, wenn auch kurze Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen kann. 2 Tage Johannesburg sind nicht sonderlich viel und ich könnte sicherlich noch ins Detail gehen und hier Bände schreiben. Aber ich glaube, dass das niemand so ausführlich lesen würde. Darum kann ich euch nur eines ans Herz legen. Besucht auf eurem Südafrika-Trip diese Stadt, denn sie lehrt euch viele Dinge über das Land, seine Politik und vor allem die Vergangenheit.

Disclaimer: Thang und Ich wurden zu dieser Reise eingeladen. Das Land Südafrika hat uns diesen Trip ermöglicht, wofür wir sehr dankbar sind. Unter dem Hashtag #DeinSuedafrika haben wir Bilder auf Instagram gepostet, und auch diese Blogposts veröffentlicht. Wer weitere Infos dazu und natürlich zum Land wissen möchte, der kann sich beim Barometer von Dein Suedafrika umschauen.

 

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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