Unser Trip nach Südafrika – Ein kleiner Recap (Tag 3&4) ‪#‎deinsuedafrika‬

21.1.2016
Willy
Travel Machines

L1050951

Tag 3 & 4

Die Reise ging also weiter. Sachen gepackt, aus dem Hotel ausgecheckt und wieder zurück zum OR Tambo Flughafen in Johannesburg. Nächstes Ziel: Port Elizabeth. Und nein, die Stadt wurde nicht nach der englischen Königin benannt, wie vielleicht viele denken. Port Elizabeth ist die Stadt, wo eins viele Siedler aus Übersee ankamen, um diese zu bevölkern. Falsche Versprechungen wurden gemacht, um die Menschen hierher zu locken, in diese Hafenstadt, wie sie schöner kaum sein könnte. Nicht einmal 200 Jahre alt und doch so vielseitig, verschiedene Baustile, multikulturell super aufgestellt, habe ich mich sofort in die windige Atmosphäre verliebt. Natürlich ist auch hier nicht alles schön, aber wo ist es das schon heutzutage? Auch hier ging es nun direkt vom Flughafen mit dem ersten Guide in Richtung Township, genauer gesagt nach New Brighton. Und auch hier wieder: Gastfreundschaft, nette Menschen und tolle Unterhaltung. Und natürlich hat man auf so einem Trip auch mal ne gehörige Portion Hunger. Also fuhren wir zuerst in das Township, um dort einen ordentlichen Happen zu essen. Ein kleines, unscheinbares Restaurant mitten zwischen Hütten und Häusern, welches von 11 Frauen geführt wird. Natürlich auch offen für Backpacker und co.

Die Bäuche waren also innerhalb einer halben Stunde so voll, dass wir den restlichen Tag nichts mehr essen konnte. Kurz vorm platzen ging es im Auto ein paar Straßen weiter. Wir stiegen aus, folgten dem Guide in einen Hinterhof. Dort stand eine kleine Hütte und ein alter Mann schaute heraus. Es war die südafrikanische Jazz-Legende Dudley Tito, der sicherlich den wenigsten was sagen wird. Ist aber auch egal, denn der Typ ist wahrlich eine Legende. Eine kleine Hütte, zugekleistert mit Zeitungsartikeln, Postern und Autogrammkarten von anderen Jazz-Musikern. Darin der 76-jährige Mann, der gemeinsam mit seinem Enkel nur für uns eine 15-minütige Jam-Session spielte. Wer kann schon behaupten, so etwas mal gehört und gesehen zu haben. Das Bild spricht definitiv für sich.

Auch wenn der Kleine dabei noch einiges am Klavier lernen muss, so hat sich das ganze doch sehr stimmig angehört und ich hab ein wenig Gänsehaut bekommen. Man konnte sich gar nicht oft genug bedanken. Und prompt ging es dann auch schon weiter – in Richtung Stadt zurück. Auch hier machten wir noch eine Stadtour. Natürlich möchte man erfahren, was in knapp 200 Jahren Historie hier alles passiert ist. Einige tolle Dinge habe ich bereits oben erwähnt und man spürt es auch immer wieder. Mandela ist allgegenwärtig. Egal wo man hinschaut, liest oder hört. Nelson Mandela ist immer präsent, auch wenn er schon lange verstorben ist. Die Stadttour führte uns vom Hafen über den Marktplatz, der bereits als Aufstandschauplatz diente bis hin zur Gedenkstätte der ersten Wahl im Jahre 1994. Eine „kleinere“ Stadt, die es absolut in sich hat.

Am nächsten Tag mussten wir bereits wieder früh raus. Wir hatten die Nacht im Paxton residiert, welches zwar direkt an er Hauptstraße lag, aber dennoch einen sehr tollen Charme versprühte. Die Zimmer waren schön eingerichtet, die Mini-Bar gefüllt und der Ausblick gigantisch toll. Nach einem kurzen Snack ging es auch schon wieder im Taxi Richtung Flughafen. Allerdings nicht, um wieder zu fliegen, sondern um unseren Mietwagen abzuholen. Denn darum ging es ja schließlich, um den Roadtrip, auf den wir uns so gefreut haben. Ein Geländewagen von Renault, fragt mich jetzt nicht wie der heißt, war unser Begleiter. Und damit ging es dann direkt Richtung Addo, genauer gesagt Richtung Elephant National Park. Wie der Name schon verrät, haben wir uns da mitten ins Landesinnere begeben, wo nicht viel mehr als Straße und einige kleine Dörfer zu sehen waren. Programmpunkt: Zip-Lining und Sandboarden – mal ein bisschen Nervenkitzel zwischen den langen Stadttouren und Sehenswürdigkeiten.

Beide der obengenannten Aktivitäten waren Neuland für mich, aber auch für Thang. Der konnte wenigstens snowboarden, was mir nicht so gut lag. Aber erstmal Zip-Lining, ihr wisst schon…. das ist die Geschichte, wenn man sich von einem hohen Punkt mit einem Seil Richtung „Abgrund“ fallen lässt. Der Nervenkitzel packte mich und ich wurde nicht enttäuscht. Wir schwebten über den Sunday River hinweg, leider nur 20 Sekunden, aber die hatten es in sich. Eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit gern wieder machen würde. Nach diesem Erlebnis ging es erstmal weiter zum nächsten Übernachtungsziel. Der River Bend Lodge im Nationalpark. Eine Anlage, bestehend aus Haupthaus und verschiedenen kleinen Wohnhäusern, wo wir dann auch untergebracht waren.

Sehr komfortabel und mit Terrassenblick auf den schönsten Sonnenuntergang Südafrikas. Also stellten wir kurz unser Gepäck ab und machten uns direkt wieder auf den Weg zurück Richtung Addo. Denn dort wartete schon Sandboard-Profi Karl in den Dünen auf uns. Sandboarden ist praktisch wie snowboarden, nur eben im Sand :D Und leichter.. Wir bekamen also Instruktion, wachsten die Boards und machten uns auf den Weg die Dünen hinauf. Ich muss dazu sagen, dass ich sicherlich öfters gefahren wäre, wenn ich nicht so elendig faul wäre… Berg rauf mit dem Board und wieder runter… Da gab es leider keinen Lift, was die Sache aber absolut nicht schlimm machte. Ein riesiger Spaß, ein netter Lehrer und jede Menge Sand in den Schuhen. Hat sich also gelohnt.

Und der liebe Karl hat das alles alleine aufgezogen. Nebenbei bemerkt führt er noch ein Restaurant und eine Wäscherei. Ein absolutes Multi-Talent eben. Und der Spaß war schneller vorbei, als wir uns wünschten. Und schwupp, ging es schon wieder zurück zur Lodge, wo schon ein leckeres 5-Gänge-Menü auf uns wartete. Nur so viel dazu: Es war lecker und die Affen haben sich auch amüsiert, während sie uns beim essen zuschauten. Ein toller Tag ging somit zu Ende.

Disclaimer: Thang und Ich wurden zu dieser Reise eingeladen. Das Land Südafrika hat uns diesen Trip ermöglicht, wofür wir sehr dankbar sind. Unter dem Hashtag #DeinSuedafrika haben wir Bilder auf Instagram gepostet, und auch diese Blogposts veröffentlicht. Wer weitere Infos dazu und natürlich zum Land wissen möchte, der kann sich beim Barometer von Dein Suedafrika umschauen.

Fortsetzung folgt

Über den Autor

Willy Dr. Lima

Send this to a friend