Beamter bleibt sechs Jahre der Arbeit fern – Niemand hat es gemerkt

12.2.2016
Markus
Web

bbc

Symbolbild: via BBC 

Ich habe heute zugegeben eher weniger Lust zu arbeiten. Vielleicht sollte ich es einfach mal wie Joaquin G versuchen. Dieser sollte nämlich eigentlich den Bau eines Klärwerks in Spanien überwachen, hatte darauf aber nur wenig Bock und blieb der Arbeit fern – mindestens sechs Jahre lang. Als der 69-Jährige eine Auszeichnung für 20 treue Dienstjahre erhalten sollte (Glückwunsch übrigens), fiel die Sache schließlich auf.

Dass die Dauerabstinenz so lange niemandem aufgefallen war, liegt an einem Missverständnis. Die Wasserwerke seien davon ausgegangen, dass G. unter der Aufsicht lokaler Behörden stehe. Die wiederum nahmen an, es wäre umgekehrt. So die Erklärungen vor Gericht.

G. sagt, er habe schon „ab und an“ im Büro vorbeigeschaut. Mittlerweile ist er in Rente. Vielleicht beschäftigt er sich nun auch legal den ganzen Tag mit dem Lesen philosophischer Schriften. Nach eigenen Aussagen hat er das nämlich in der Zeit getan, in der er eigentlich am Schreibtisch hätte sitzen sollen.

Blöd für Joaquin:

Der Arbeitgeber zog vor Gericht. Und G. wurde zu einer Geldstrafe von 27.000 Euro verurteilt. Das entspricht etwa seinem Netto-Jahresgehalt.

Aber hey! Immer noch fünf Jahre gespart.

Internet, du hast einen neuen König

via Spiegel

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Markus xxx

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