Of Nuts and Men: So war die Frangelico Lokalrunde in München

09.6.2016
wolfenwax
Nachtleben

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München, Minga, Monaco di Bavaria – Schönheit an der Isar, polarisierende Metropole voller „Mia san mia“ auf der einen sowie SUVs und Valentino-Handtaschen auf der anderen Seite; gehasst, verdammt, vergöttert, je nachdem, wen man fragt, doch ohne Zweifel immer eine Reise wert. Für mich stand am Freitagabend die Frangelico Lokalrunde entlang der „Achse des Turnups“ – den vier Münchener Innenstadtclubs Lucky Who, Downtown Flash, Bob Beaman und Crux – auf dem Programm und ähnlich wie Conan O’Brien machte sich ein mehr oder minder Clueless Blogger von Leipzig aus auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt um sich in einer berauschenden Nacht sowohl vom Münchner Nachtleben, den beiden lange geheim gehaltenen Secret Acts als auch von der unkonventionellen, gefährlich leckeren Haselnuss mit Schuss in den Bann ziehen zu lassen.

Freitagvormittag setzte ich mich am Leipziger Hauptbahnhof in den ICE nach Süden, der mich erstaunlich fahrplangetreu und mit schönster Sommersonne im Rücken nach München brachte. Nach dem Einchecken ins Hotel lernte ich meine Begleitung für den Abend kennen, meinen Kontaktmann von Frangelico (s/o Flo an dieser Stelle) sowie Jacky von whaelse.com.

Die erste Station des Abends führte uns in den Beastin Store in der Münchner Amalienstraße. Die verhältnismäßig junge Marke hat sich in den vergangenen Jahren mit ihrer klar von Hip-Hop- und Basketballkultur und ihrem Hang zu hochwertigen Materialien und Verarbeitung geprägten Mode völlig verdient einen Namen im nationalen und internationalen Fashiongame gemacht. Im Zuge der Lokalrunde droppte am vergangenen Freitagabend im hauseigenen Store ein streng auf 44 Exemplare limitiertes Pack bestehend aus T-Shirt, Longsleeve sowie einer Flasche Frangelico in einer edlen schwarzen Ledertasche. Die Schlange vor dem Store konnte sich mehr als sehen lassen und innerhalb kürzester Zeit war das Beastin Hauptquartier gefüllt mit Leuten, die den Freitagabend mit schicker Streetwear und Frangelico oder Bulldog & Tonic einläuteten.

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Im Anschluss bereiteten wir uns nach der adäquaten Einstimmung im Beastin Store auch körperlich auf unsere Clubtour vor und genossen ein Essen in entspannter Atmosphäre im 5511 sowie im Anschluss im Kreise der angekündigten Künstler in der urgemütlichen Spezlwirtschaft über dem Crux den ein oder anderen Drink und die ein oder anderen Runde Frangelico.

Spätestens nachdem sich die Dunkelheit über die bayerische Landeshauptstadt gesenkt hatte, waren alle Beteiligten bereit für die Nacht. Erste Station: Das Lucky Who. In der – uns als aus Berlin bzw. Leipzig angereister Gruppe zu unserer Überraschung erstaunlich früh erstaunlich vollen – Bar in der Brienner Straße mit für diesen speziellen Anlass komplett überdachtem Außenbereich herrschte inmitten von High Heels und Standard-Clubmucke bereits eine ausgelassene Atmosphäre. Die über die Stagetime der Secret Acts in den einzelnen Clubs nicht unterrichteten Besucher sollten jedoch noch weit mehr Grund zum Ausrasten bekommen, denn besagte Acts waren niemand Geringeres als Baba und Babo, Xatar und Haftbefehl, und das Lucky Who der Ort der Wahl für den ersten gemeinsamen Auftritt der beiden nach der Ankündigung ihres Kollabo-Albums „Der Holland Job“ unter ihrem Namen Coup.

Unter Beifall der Anwesenden kamen die beiden Rapper schließlich auf die Bühne und hauten mit beispielsweise „Iz Da“ oder „Rolle mit mei’m Besten“ einige Banger in die Münchner Nacht. Doch am Besten überzeugt ihr euch vom Auftritt von Xatar und Haftbefehl im Münchner Lucky Who am besten selbst, und zwar im live von yours truly von der Veranstaltung gestreamten Video:

Im fliegenden Wechsel zwischen Backstageareas, Shuttles und in ständiger Begleitung eines gewissen, sehr leckeren Haselnusslikörs namens Frangelico ging es für uns weiter durch die Nacht, namentlich ins komplett schweißgetränkte, sichtbar feiernde Downtown Flash und ins Bob Beaman in der Nähe der Pinakothek der Moderne, wo eine nicht minder auf Turnup eingestimme Menge die beiden Rapstars erwartete. Auch in diesen beiden Clubs glänzte das anwesende Publikum mit erstaunlicher Textsicherheit und die beiden Künstler hatten ebenso ihren Groove für den Abend gefunden und sichtlich Spaß an ihrer Performance.

Den Abschluss unserer Lokalrunde sollte eine Rückkehr ins Crux darstellen, wo unter anderem Resident Dan Gerous, mir bekannt von unserem Trip mit Chefboss und Restdeutschland bekannt von Studio Amani, der Crowd und dem Club einheizte. Auch Hafti und Xatar ließen sich offenbar vom Vibe des Crux anstecken und gaben ein paar Extratracks obendrauf, die vom enorm gut gefüllten Crux jedes Mal mit ordentlichem Beifall bejubelt wurden.

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Nach dem offiziellen Part wurde nun zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen – kleiner Scherz am Rande – und die Zeit war genau richtig für einige Absacker in Form von Frangelico. Meine Nemesis waren an diesem Abend ohne Zweifel die exakt der großen Flasche nachempfundenen 50ml-Shots – richtig lecker, richtig schnell weg und doch mehr, als man denkt. Wieder was gelernt!

Was bleibt von diesem Abend? Der Likör, dessen Ruf ich ja mehr oder minder nach München gefolgt bin, kann einiges: Ein nicht alltäglicher, distinkter und distinktiver Geschmack aus nie zu prominenter, die restlichen Aromen aus Kakao, Karamell, Kaffee und Vanille abrundend unterstreichender Haselnuss, der sich als eiskalter Shot extrem gut macht, eine hochwertige, traditionell-zeitlose Flasche in klassischer Mönchsform (nur echt mit Kordel) und die erfrischende Andersartigkeit machen Frangelico zu einer mehr als veritablen Alternative zu warmem Wodka oder dem x-ten ekligen weißen Tequila an den Theken der deutschen Innenstädte. Über die vier Clubs, welche ich an dem Abend besuchen durfte, kann ich mir aufgrund unserer meist nicht allzu langen Aufenthaltszeiten leider kein wirklich qualifiziertes Urteil. Lediglich im Crux, in dem wir den Abend ausklingen ließen, habe ich wirklich längere Zeit verbracht und nehme sowohl vom Club als auch von der darüber liegenden Spezlwirtschaft einen guten Eindruck mit zurück nach Leipzig. Und die beiden Rapper? Kommt schon, ihr wisst so gut wie ich, was ihr von dem Album erwarten dürft. Um, abschließend, Harald Juhnke zu paraphrasieren: Meine Definition von einem guten Abend? Kalte Getränke, heiße Clubs, Gangsterrap, keine Termine und leicht einen sitzen.

Vielen Dank an Flo von RPM sowie Jacky von whaelse.com sowie alle Verantwortlichen vor Ort – ich hatte ne gute Zeit!

Checkt den irrsinnig leckeren Frangelico auch online:

Instagram: www.instagram.com/frangelico_de

Website: www.yeswearenuts.de

Facebook: www.facebook.com/frangelico_de

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wolfenwax

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