Bier für Lächeln: Wie ein Münchner nach dem Amoklauf Freude verbreitete

24.7.2016
Markus
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  munich

Bier bringt Menschen zum Lächeln. Keine besonders neue Erkenntnis, doch eine, die sich immer wieder zu Bewähren scheint. Die Jungs der Hobby-Fußballmannschaft „BlackRebelMotorSoccerClub“ dachten sich am Abend nach dem Amoklauf in München wohl genau das und verteilten aus ihrer Wohnung im Münchner Stadtteil Maxvorstadt ein paar Flaschen des gelben Muntermachers.

Frei nach dem Motto: 1 Smile, 1 Beer, erwartete der Initiator der Aktion Markus Klausmann als Gegenleistung nichts weiter als ein Lächeln. Klausmann, dessen Freund selber einen Bekannten bei der Bluttat verlor, trommelte so kurzerhand seine Jungs zu sich, die dann aus der Mannschaftskasse fünf Kästen Bier kauften, um die Flaschen an völlig fremde Passanten zu verteilten.

„Er hat mich angerufen, weil er  jemanden zum Reden brauchte. Wir haben uns bei mir getroffen und ich habe gedacht: Wir können doch auch etwas Gutes tun, um ihn aufzuheitern.“

Per selber gebautem Flaschenzug, wurden so aus der Wohnung im ersten Stock der Gerstensaftes an jene Menschen verteilt, die die Ecke des Wohnhauses kreuzten und nicht verlegen waren, als Gegenleistung ein kurzes Lächeln nach oben zu schicken.

„Das war richtig geil, die Leute standen unten und waren total gut drauf“ (…) „Wir hatten ein super Miteinander mit guten Gesprächen – sowohl über die Vorfälle vom Freitag, als auch über ganz andere Dinge“,

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Innerhalb von zwei Stunden war der Biervorrat aufgebraucht und auch wenn es freilich mehr als Bier und Lächeln braucht um den Schock des vergangenen Freitags zu überwinden, sind es doch eben auch jene kleine Aktionen, die das Leben etwas lebenswerter machen.

„Heute bin ich aufgewacht und war immer noch geflasht. Wie schön es war, Wildfremde zum Lachen zu bringen und dann mit ihnen zu feiern.“

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Zitate und Quelle: jetzt.de // Max

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Markus xxx

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