Artist to Watch: Ragn’N’Bone Man – Lang lebe der Blues!

02.8.2016
Torge
Music

RAG'N'BONE'MAN

Rory Graham alias RAG’N’BONE MAN trat vor Kurzem beim vergangenen Montreaux Festival in der Schweiz auf und begeisterte das Publikum. Das wird nicht das erste Mal gewesen sein. Wer ihn letztes Jahr beim Reeperbahn Festival erlebte, wo auch „Bitter End“ aufgenommen wurde, wird sich freuen, mit „Human“ jetzt Nachschub zu bekommen.

Casper besingt derzeit den Tod. Wir sagen: lang lebe der Blues!

Phänomen Blues. Entstanden in der afroamerikanischen Gesellschaft der USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts und in den folgenden Jahrzehnten von jeder Musiker-Generation immer wieder neu interpretiert, verändert, wiederbelegt, modernisiert, aufgehübscht, recycled und wieder auf seine wesentlichen Bestanteile reduziert (u.a. Gun Club, White Stripes, Black Keys, Nas), ist die amerikanische Ur-Musik, aus der einst Soul, Jazz, Rock’n’Roll, Jazz, HipHop und Pop erwuchsen, auch 2015 lebendig wie eh und je. Immer wieder widmen sich junge Musiker auf der ganzen Welt der Aufgabe, das musikalische Erbe der Muddy Waters, John Lee Hookers, Bo Diddelys, Howlin‘ Wolf, Son House oder Big Bill Broonzy in die Gegenwart fortzuführen und dem Genre neue Wege in die Zukunft weisen. Einer der großen Hoffnungsträger und Erneuerer trägt den Namen Rag’n’Bone Man.

Zu dem Namen ließ sich Rory von der britischen TV-Serie „Steptoe & Son“ inspirieren, die in den 60ern gezeigt wurde. Aus dieser Zeit stammen auch seine vielen Tatowierungen die man auch im Video zu „Human“ bestauen kann. Der Track ist die erste Singleauskopplung aus dem Debütalbum, das in Kürze erscheint.

Menschlichkeit hat viele Gesichter. Das von Rag’N’Bone Man wird man jetzt öfter sehen und so schnell nicht mehr vergessen.

Über den Autor

Torge @TorgeSantjer | noisiv.de | Hamburg | #23

Send this to a friend