Maeckes über Maeckes, Tilt & Jugendsünden // Blitzverlosung

21.10.2016
Sophie Krause
Gewinnspiel, Interviews, Music, Video

Maeckes  ist auf der „Road to Tilt“ endlich an seinem Ziel angekommen: sein neues Album feiert heute Premiere. Wir haben uns mit ihm vor ein paar Tagen über „Tilt“ unterhalten und verlosen heute 2×2 exklusive Gästelistenplätze für seine Record-Release-Party in Berlin.

img_5906

Das passende Hemd zu Maeckes Instagram-Account

Maeckes, was hast du heute schon gegessen?

Zwei Brote, eins mit Marmelade, eins mit Honig. Und im anderen Interviewraum noch eine Stulle mit Käse und zwei Stückchen Melone.

Wie würdest du deinen Lebenstil generell beschreiben? Achtest du auf dich? Machst du jeden Morgen vorm Aufstehen eine „Fuck you Meditation“?

Es funktioniert so ein bisschen nach dem Motto destroy and rebuild. Manchmal wird alles über den Haufen gefahren, es ist alles für den Arsch und ich mache mich nur kaputt. Und manchmal gibt es dann wieder die Phasen da bin ich okay zu mir. Aber ich mache zum Beispiel Sport, ich spiele Basketball zweimal pro Woche und versuche mich gesund zu ernähren.

Apropos Basketball: ist die Szene in „Getting Jiggy with it“ echt?

Man weiß es nicht genau, aber ich sage natürlich: ja klar, ist die echt. Das ist ganz normal getroffen, ich kann das einfach gut.

Aber meditieren tust du nicht?

Ich habe mich bisher wirklich nicht viel mit Meditation auseinandergesetzt, aber mein gutern Freund Kaas hat viel damit zu tun. Er hat mir immer mal wieder Sachen gezeigt und ich habe auch was mit ihm ausprobiert, aber ich habe mich jetzt nicht in dem Sinne damit beschäftigt, dass ich Meditationsapps auf dem Handy hätte.

Wie hat den Kaas auf die „Fuck you Meditation“ reagiert?

Er findet sie sehr witzig. Aber man sollte die echt nicht zu oft machen, das verfärbt den Charakter.

Du hast einen sehr langen, musikalischen Lebenslauf. Aber was war davor oder parallel? Was hast du studiert?

Nach dem Abitur habe ich genau einen Tag studiert, abgebrochen und dann nur noch Musik gemacht. Es ist einfach so passiert, ich wollte das gar nicht. Ich hatte nie den Traum Musiker zu werden.

Und dieser eine Studientag, was war das für eine Richtung?

Kunstgeschichte und Philosophie.

Ich hätte auf Kunst getippt, weil alles was du machst mit einem hohen künstlerischen Anspruch verbunden ist. In deinem Kopf ist immer etwas los, oder? Schreibst du dir alle Ideen auf?

Also erstmal ehrt es mich sehr, wenn du mich für einen Absolventen einer Hochschule hältst. (lacht) Und dann: Ja, ich habe tatsächlich immer ein Büchlein dabei, in dem ich Sachen sammle.

Das Video zu „Getting jiggy with it“ ist so ein buntes Ideen-Potpourri. In welchem Maß bist du an den Entwicklungen beteiligt?

Absolut und komplett. Für das Video habe ich mit einem Freund zusammengearbeitet. Die einzelnen Szenen und die Ideen dazu, die kommen aber alle aus dem kleinen Büchlein. Ob die Sprecherstimme für den Tourblog „Road to Tilt“ da auch drin stand, weiß ich gar nicht mehr. Auf jeden Fall aber will ich das Zeug ab jetzt nie wieder selbst reden, sondern das immer von einem Sprecher machen lassen.

Tilt ist ein sehr persönliches Album geworden.

Irgendwie schon, aber irgendwie auch sehr fiktiv.

Ist das so? Den Eindruck hatte ich nicht.

Im Endeffekt ist es auch egal, ob es der Realität entspringt oder der Fiktion, denn für den Hörer ist es eh Realität. Und wie viel davon echt oder unecht ist, ist irrelevant.

Ist es nicht schwierig danach mit Leuten wie mir zusammen zu sitzen und Fragen dazu zu beantworten?

Wenn alles real wäre, würde ich mich verrückt machen. Aber wenn es so eine Mischung ist, ist es okay. Ich bin ja auch nicht 24/7 Maeckes, machmal bin ich auch einfach nur Markus. So circa eine Stunde am Tag (lacht). Deswegen war es nie schwierig. Manchmal weiß ich selbst nicht mehr, was echt und was dazu gekommen ist. Sind das jetzt echte Kinderaufnahmen von mir oder war ich es nie? Bin ich jetzt Maeckes oder bin ich es nicht? Wenn es echte Kinderaufnahmen von mir gewesen wären, hätte ich ein Problem damit gehabt.

Du sprichst vom Video zu „Urlaubsfotograf“, in dem auch deine Eltern zu sehen sind. Mögen sie deine Musik? Sind sie eher Orsons oder Maeckes Fans?

Ich weiß nicht, ob sie etwas von mir hören, wenn sie alleine sind. Das bezweifle ich ein bisschen. Aber ich würde schon sagen, dass sie es auf ihre Art mögen. „Urlaubsfotograf“ hat mein Papa vor der restlichen Öffentlichkeit zu hören bekommen und mag den Song.

Für mich steckt so viel Dramatik in diesem Song. Aber klar, jeder hat ja so Stories mit seinen Eltern, es war ja nie Friede-Freude-Eierkuchen.

Ja, genau, und das haben mir auch viele geschrieben. Ich wusste auch nicht genau, warum man so ein Lied macht und es dann raus bringt. Aber mir haben so viele Leute geschrieben, dass sie keine Ahnung haben, wovon der Song genau handelt, aber das Gefühl in Bezug auf ihre Eltern, ihre Väter viel zu krass kennen. Und wahrscheinlich wurde es genau deswegen rausgebracht.

In „Urlaubsfotograf“ geht es ums Steine von Brücken werfen und im Video zu „Getting jiggy with it“ wirft auch einer Steine von der Brücke. Hast du sowas als Kind auch mal gemacht?

Nee, dafür war ich mir dann doch schon immer der Konsequenzen bewusst. Ich habe bestimmt Dinge von Brücken geworfen, aber keine Pflastersteine.

Blätter.

Oder Watte. (lacht)

Was war deine größte Jugendsünde?

Ich wurde mal von einem Kaufhausdetektiv beim Klauen erwischt. Das hat mich auch ein Stück weit geheilt, denn vorher dachte ich, ich wäre beim Diebstahl unbesiegbar. Außerdem waren meine Eltern richtig enttäuscht von mir, dass hat mich dann zusätzlich sehr beeinflusst.

Auf „Tilt“ geht es viel ums Thema Liebe. Glaubt Maeckes an die eine große Liebe?

Ich frage ihn immer wieder, ich glaube schon. Manchmal sagt er ja, manchmal sagt er nein.

Und an Liebe auf den ersten Blick?

Bestimmt auch. An all diese Momente und Dinge die es in romantischen Komödien gibt. In Dexter habe ich mich ja auch gleich in der ersten Sekunde verliebt.

maeckespressebilder2016_credit_nicowoehrle_vertigoberlin_online

Nicht Dexter, aber auch ein Hund

Tja, der kriegt sie aber auch alle. Mit Tristan Busch, mit dem du einige Texte geschrieben hast, bist du nach Dänemark zum Schreiben gefahren. Wie lange wart ihr da? Und wie sähe ein perfekter Urlaub für dich aus? 

Wir waren zweimal zwei Wochen dort. Ansonsten kommt es immer darauf an, was mir im Nichturlaub gefehlt hat. Meinen letzten Urlaub habe ich in Neuseeland verbracht. Da war ich alleine unterwegs und habe Familie besucht. Das war der letzte perfekte Urlaub, weil ich vorher echt viel um die Ohren hatte. Wenn das aber nicht der Fall wäre, würde ich sicher irgendwohin reisen, wo ich mehr Action hätte.

Hast du auf deinen Reisen immer ein Buch dabei? Ich frage mich nämlich, ob Menschen die viel schreiben, auch viel lesen.

Ich lese schon gerne, aber in letzter Zeit funktioniert das eher schlecht. Das hängt aber auch sicher mit dem Buch zusammen, dass habe ich jetzt zum zweiten Mal angepackt und irgendwie komme ich da nicht so richtig rein (Anm. d. Red.: Don DenLillo – Sieben Sekunden). Das Buch davor habe ich sehr schnell gelesen (John K. Toole – Die Verschwörung der Idioten). In dieser schnelllebigen Zeit in der wir leben, wird es immer anstrengender ein Buch zu lesen. Aber ich finde, man sollte diese Anstrengung immer auf sich nehmen.

img_5905

No Pokemon Go

Fängt Maeckes Pokemons? Welche Apps sind bei dir in ständiger Benutzung?

Im Moment natürlich die ganzen social Apps, was ich sonst eigentlich auch nicht so viel nutze. Eine zeitlang habe ich immer noch Solitaire gespielt. Und sonst halt Spotify.

Was steht bei dir demnächst noch an, worauf du dich besonders freust?

Es ist gar nichts anderes außer die Musik. Da ich auch die Videos alle selbst machen, beschäftige ich mich damit sehr viel zur Zeit. Das ist dann beides: Arbeit und Freude.

Wir bedanken uns für das Gespräch und kommen nun zur Blitzverlosung:

Der Release von „tilt“ wird natürlich gefeiert – mit Schnaps, Live-Performance und ordentlich Bumm Bumm. Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für die exklusive Record-Release-Party heute Abend in Berlin. Alles was ihr dafür tun müsst, ist eure Gratulationen unter unserem facebook-Beitrag zum Interview zu posten. Teilnahmeschluss ist der 21.10.2016, 16 Uhr. Die Gewinner werden direkt danach via Message auf facebook benachrichtigt. Viel Glück!

20160809_tilt_cover_1000x1000

„Tilt“ erscheint heute, am 21.20.2016 und ist unter anderem hier erhältlich.

Über den Autor

Sophie Krause Die 29jährige zugezogene Brandenburgerin mit Kodderschnauze und Speckgürtel-Dialekt, arbeitet nicht nur an der Fertigstellung ihres Romans, sondern schreibt auch mit großem Vergnügen über die Liebe an und in der Hauptstadt. Musik, Fashion, Party`s, Art - you name it.

Send this to a friend