Das Musst Du Hören: .fab – Wann Warst Du Da

20.1.2017
Torge
DMDH, Music

Foto: Lennart Brede

Wann warst du? Diese Fragen können wir .Fab postwendend zurückgeben! Die eigentliche Frage aber ist erstmal: Wo kommt der Kerl her?

Sein Song passt jedenfalls super zu dem beim ein oder anderen noch herrschenden, leicht nebulösen Vibe, der sich zum Anfang des neues Jahres gerne noch etwas länger hält als der Rausch an Silvester. Extrem entspannt, sehr smooth und mörder melodiös. Der perfekte Sound nach einer durchgemachten Nacht. Und dabei doch durchdacht.

Kaum zu glauben, dass .Fab’s Musik auf dem Album „Schnelles Glück“, das noch dieses Jahr erscheint, größtenteils in seinem Zimmer entstanden und aufgenommen sein soll. Vielleicht auch ein Grund der dafür spricht, dass man von dem Typen einfach noch nichts mitbekommen hat. Dafür will man meinen, dass sich das „zwei-Jahre-in-seinem-Keller-verschanzen“ gelohnt hat. Viel Liebe zum Detail, lässt die Produktion in dem kleinen Raum riesig klingen.

So denkt man eher an ein fettes Studio, so eines, wie es sich SIDO heute leisten kann, den .Fab gerne als Beispiel nennt, bei dem Versuch zu erklären, was Popmusik für ihn ist: nämlich mehr als eine Kunstform. Sie ist für ihn das, „was Rapmusik für SIDO auf seinem ersten Album war“.

Hohe Ziele, die .Fab damit formuliert. Aber hey, wenn er da erstmal ist, wird ihn niemand mehr fragen: „Wann warst du da?“ Dann heißt es nur noch: geil, dass du da bist.

Über den Autor

Torge @TorgeSantjer | noisiv.de | Hamburg | #23

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