Desperados und Mount Kimbie kreieren mit Train Trax ein „bahnbrechendes“ Musikexperiment

24.3.2017
Willy
Food and Drinks, Werbung

Von allen europäischen Großstädten war die polnische Metropole Warschau bislang eine der wenigen, denen ich noch keinen Besuch abgestattet hatte. Ich spreche hier bewusst von „bislang“, denn vor wenigen Wochen war ich wegen einer nicht ganz alltäglichen Sache zu Besuch in dieser wunderschönen Stadt. Einer Sache, die so außergewöhnlich, so einzigartig und (im wahrsten Sinne des Wortes) so abgefahren ist, dass ich ohne Frage jederzeit wieder mitmachen würde!

Der Gastgeber war das uns allen so bekannte Desperados! Mit dem Tequila flavoured Bier, meiner Wenigkeit und natürlich auch weiteren geladenen Gästen an Bord ging es mit einem extra umgebauten Zug einmal quer durch die polnische Hauptstadt. Einem Zug, der mehr Spuren nutzt, als man denken würde!

Der Trip war ein Soundexperiment der besonderen Güte – und zwar nicht das erste und sicher nicht das letzte von Desperados: Demnächst erfahrt ihr hier, was Desperados Spektakuläres in einer Großstadt in Deutschland auf die Beine gestellt hat!

Diesmal in Warschau war es allerdings ein Zug, vollgepackt mit verrückten audiovisuellen Überraschungen, die es zu entdecken galt! Live-Musik, für die sich einer der besten Acts der weltweiten Minimal-Szene verantwortlich zeichnete: Die beiden britischen Klangkünstler von Mount Kimbie standen hinter den Turntables und sorgten gleich zu Beginn ihres Auftritts für pure Ekstase im superstylischen Partywaggon.

Doch vielleicht kann euch das Video ein wenig vermitteln, was alles so passiert ist:


Auch wir, das Publikum, und sogar die Strecke hatten keinen geringen Einfluss auf die Performance der beiden Minimal-Götter – und hier wird aus einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis eine wirklich unglaublich abgefahrene Nummer!

Es war nämlich keine stinknormale Bahnstrecke, auf der wir uns fortbewegt haben: Fleißige Helfer hatten sie zuvor an bestimmten Stellen mit klitzekleinen RFID-Sensoren präpariert, die im richtigen Moment (dem der Überfahrt natürlich) akustische Signale an die DJs aussendeten, die diese dann einfach supergeil in ihr Live-Set integriert haben – ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass keiner der Anwesenden sowas Verrücktes jemals zuvor erleben durfte.

Auch der Zug selbst brachte sich durch seine Geschwindigkeit in das einmalige Konzerterlebnis ein: Wurde er schneller, zogen auch die BPM (Beats per Minute) des Basses an; verringerte er sein Tempo, wurde auch der Bass verlangsamt – ziemlich crazy! Bis dieses Feature von der tanzerprobten Meute gecheckt wurde, dauerte es ein wenig. Doch was danach im Partywagen abging, könnt ihr euch kaum vorstellen!

Kaum vorstellbar waren auch die Interaktionsmöglichkeiten, die wir Besucher hatten: Nicht nur das Gleis und die Zuggeschwindigkeit hatten Einfluss auf das Set, auch wir im Zuschauerraum konnten supereasy Teil der Performance werden! Wie genau? Na, eigentlich haben wir das gemacht, was jeder stehend im Zug machen würde: Wir haben uns an den Haltestangen festgehalten! Diese wirkten auf den ersten Blick völlig normal, bargen allerdings ebenfalls ein überaus unterhaltsames Geheimnis in ihrem Inneren: Sie waren bewegbar und jeder noch so kleinen Bewegung folgte eine audiovisuelle Reaktion: Lampen und Strahler blitzten auf und Töne und kleine Sounds entstanden, die Mount Kimbie prompt in ihr Live-Set integriert haben – Wahnsinn, der helle Wahnsinn!

Keine Frage, dass sich da jeder gleich ne Stange geschnappt hat, um das Ganze auszuprobieren! Dass Resultat: Ein wahres Blitzlichtgewitter! Klare Sache: So ne durchdachte (und zudem fahrbare) Partylocation gab es noch nie zuvor – ne richtig verrückte Party, die Desperados da auf die Beine (oder Schiene, wie man’s nimmt) gestellt hat!

Doch Moment, wie schon angekündigt, mit dieser supergeilen Idee ist noch lange nicht Schluss: Bald seht ihr hier das Video zu dem nächsten Partyclou, diesmal aus Deutschland – doch außer dem Begriff „Tunnel“ sind wir zum Stillschweigen verpflichtet! Mehr Infos braucht ihr ja auch gerade nicht zu wissen – alleine, dass Desperados was mit der Sache zu tun hat, hinterlässt schon einen vielversprechenden Eindruck. Stay tuned!

In Kooperation mit Desperados

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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