In diesem New Yorker Restaurant stehen ausschließlich Omas hinter dem Herd

04.3.2017
Markus
Food and Drinks

Am Wochenende denke ich oft an meine Großmutter, und ganz besonders an ihre Kochkünste. Egal ob Knödel, Buletten oder Nudelsalat – niemand kocht so gut wie Oma. Da man sich mit der Zeit aber immer seltener sieht, als man eigentlich wollte, vielleicht gar nicht mehr in der gleichen Stadt lebt, oder vielleicht gar keine Oma mehr hat, vermisst man schnell nicht nur die wärmende Ausstrahlung seiner Großmutter, sondern ab und an auch die Wärme ihres frischen Pflaumenkuchens im Magen.

Um dieser Sehnsucht zumindest ein wenig entgegenzuwirken, hat sich der New Yorker Restaurantbesitzer Jody Scaravella ein besonderes Konzept ausgedacht. Im „Enoteca Maria“ auf Staten Island stehen nämlich keine ausgebildeten Profiköche hinter dem Herd, sondern Großmütter aus der ganzen Welt, deren Erfahrung über die Jahre an ihren ernstesten Kritikern gewachsen ist: ihren Enkeln.

An jedem Abend der Woche ist eine jeweils andere „Nonna“ für die Menügestaltung verantwortlich. Am Freitag war es Sri Lanka, Donnerstag die Philippinen und am Dienstag Armenien. Scaravella, selber ursprünglich aus Italien, wollte mit seinem Restaurant einen Ort schaffen, an dem jeder, egal welcher Herkunft, die Erinnerungen aus seiner Kindheit nachfühlen und die wärmende Atmosphäre von Omas Küche neu erleben kann. Denn, so sagt er, „auch wenn es kitschig klingt“, Großmütter arbeiten nicht mit dem Kopf, sondern mit ihren Herzen.

 

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Markus xxx

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