Den Teufel zum Brunch: The LIVE Machine Cast #4 by Techno Frühstück

Es ist schon lange her, dass in der alten Radarstation auf dem Teufelsberg Daten empfangen wurden. Heute senden dafür Techno Frühstück für die vierte Ausgabe des The Machine Cast ihre Frequenzen in den purpurroten Abendhimmel Berlins.

Wenn man nicht aufisst, wird das Wetter am nächsten Tag schlecht. Dieser ermahnende Satz der Eltern, scheint bei Daniel Breyer und Felix Reiter alias Techno Frühstück nicht in Vergessenheit geraten zu sein. Es wird getanzt, was auf den Teller kommt. Und zwar bis er leer ist. Gleich zu Beginn der Aufnahme für „The Machine Cast“ auf dem Teufelsberg in Berlin wurde klar, dass Techno Frühstück diesen Satz auch diesmal beherzigen sollten.

Die Geschichte von Techno Frühstück beginnt an einem sonnigen Sonntagmorgen, als sich die beiden DJs nach einer langen Nacht und hungrig zufällig an einer Berliner Straßenecke über den Weg liefen. 

„Felix ist mit seinem mobilen Soundsystem und einem Haufen Übriggebliebener durch die Straßen gezogen, da stand ich plötzlich mittendrin.“ (Daniel)

Nachdem sich Daniel und Felix nach dieser unverhofften Begegnung mehrmals wieder trafen, war schnell klar, dass zwischen den beiden Mitte Zwanzigjährigen der Groove passt, wie die Marmelade auf ein frisches Croissant. So kam es, dass sie bereits binnen kurzer Zeit die ersten gemeinsamen Tracks aufgenommen hatten, mit denen sie Labelchef Toni Tress auf sich aufmerksam machen konnten, der mit dem Label „Twin Town“ seit Jahren schon die Musikfahne in Daniels Heimat Saarbrücken hochhält.

Brüder im Geiste: links Felix, rechts Daniel 

Bevor es Daniel aus dem beschaulichen Saarland dann aber in das große Berlin zog, zog es Felix zunächst nach Athen. Das Duo hatte damit angefangen, abwechselnd an Tracks zu arbeiten, und die verschiedenen musikalischen Einflüsse aus der deutschen und der griechischen Hauptstadt miteinander verschmelzen zu lassen. Regelmäßig landet so mal ein Stück von Daniel aus Berlin, dann wieder eines von der Mittelmeerküste von Felix in der gemeinsamen Dropbox. Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit, die nur dann funktionieren kann, wenn der eine des anderen Stärken kennt und weiß, was der jeweils andere als Nächstes beitragen kann.

„Seit ich weggezogen bin, repräsentiere ich Techno Frühstück jetzt in Athen und Daniel eben in Berlin. Die unterschiedlichen Einflüsse machen das Ganze nochmal spannender.“ (Felix)

 

Wie reichhaltig das Angebot beim Zusammenstellen ihrer Musik sein kann, zeigt sich in der Trackauswahl, die Daniel und Felix immer frisch servieren. Für das tägliche Frühstück von Daniel und Felix kommt nämlich weit mehr als nur Techno auf dem Teller. Je nach Stimmung können auf einer sommerlichen Wiese in der prallen Sonne dann auch mal leichte Cumbia-Einflüsse mit ihnen durchgehen, wie sich z.B. auch auf Techno Frühstücks neustem Release „Nordlicht“ zeigt, das jüngst über das renommierte Label „Motek“ veröffentlicht wurde. Aber, so erzählt Daniel, gibt es drunter immer eine groovig wummernde Baseline, die von darken Elementen durchsetzt ist und langsam Spannung und Melodie aufbaut – damit auch jeder satt wird. 

Wichtig ist ihnen aber stets, dass ein Set zum einen den Sound hält und einer klaren Linie folgt, zum anderen aber auch eine Geschichte erzählt, die Spaß macht. Letztendlich ist es aber wohl auch die Liebe zum Detail, die alle Elemente ineinandergreifen lässt.

 

In den Sonnenuntergang hineinspielend, zeigten Techno Frühstück in dem Set, das sie für The Machine Cast #4 gezaubert haben, dass sie diese Detailverliebtheit vor allem an solchen inspirierenden Orten, wie dem des Teufelsbergs, leidenschaftlich ausleben können. Ursprünglich für die „Something Slow“-Party vorbereitet, die leider ausfallen, aber bald nachgeholt werden soll, schufen Daniel und Felix eine Atmosphäre, die sich in die Höhen über dem Grunewald organisch eingebracht hatte. Das hatten sie nicht zuletzt auch Klang-Zauberer Florian Fischer zu verdanken, der sie für diese Ausgabe des Machine Cast mit seinen handgemachten Boxen ausstattete, mit denen er bald auch in Produktion gehen wird. 

„Auf dem Dach mit dem Ausblick, bei dem verrückten Wetter in den Sonnenuntergang zu spielen war schon ein extrem beeindruckender und inspirierender Moment.“

Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Und wer wie ein König morgens aus dem Haus gehen möchte, sollte stets darauf achten, dass es reichhaltig ist. Neben vitalisierenden Klängen und energiegebenden Bassstoffen, serviert Techno Frühstück eine Zutat, von der schon Mama wusste, dass sie bei einer ausgewogenen Ernährung nicht fehlen dürfe: Leidenschaft und Liebe zum Detail.

 

 

Weitere Infos zu Techno Frühstück findet ihr auf Facebook, lasst den Jungs ein Herzchen bei Soundcloud und gebt euch das neueste Release „Nordlicht“ auf Beatport oder Spotify

Tracklist gibt’s wie immer gleich hier.

1. Bergwerk
2. In The Woods
3. Unreleased (Arbeitstitel: UahOhmUhaJaa)
4. Nebel
5. Kraft mal Weg Remix (im Original von Baba Sikander)
6. Unter Deck
7. Lichtung
8. Nordlicht
9. Unreleased (Arbeitstitel: Again)
10. Unreleased (Arbeitstitel: Die singende Bettdecke)
11. Unreleased (Arbeitstitel: Wobbletech)
12. Sundown
13. I’m not Leaving
14. Zauberlehrling Remix (im Original von Selektivton)

Alle Tracks von Techno Frühstück.

 

 

Über den Autor

Markus Mack Ich verstehe die Frage nicht.

Schreibe einen Kommentar

Send this to a friend