Vom Vinschgau bis ins Meraner Land: Meine kleine Rundreise durch Südtirol!

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Kennt ihr schon Glurns? Nein? Dann solltet ihr es kennen lernen! Das Städtchen (bei knapp 900 Einwohnern kann man die Verniedlichung sicher anwenden) mit seinem mittelalterlichen Kern liegt in einer Gegend, die ohne zu zögern als Naturschauspiel bezeichnet werden kann: dem Vinschgau. Hier lebt man im Einklang mit der Natur. Ohne Stress, ohne Sorgen – und mit dem leckeren Essen und dem noch viel leckeren Tee vom Teesalon, dem Treffpunkt der einheimischen Bevölkerung. Die nur wenige Meter gehen muss, um diesen einmaligen Blick zu genießen:

Ihr merkt schon: Hier wird Geschichte gelebt. Ein weiteres schönes Beispiel ist das Hotel Ansitz zum Löwen: Im Foyer kann man problemlos die Geschichte des Hauses nachverfolgen, die mit Sicherheit ihresgleichen sucht: Als Reisehospiz gebaut, verlor es irgendwann (das genaue Jahr ist leider in den Tiefen meines Gehirns verschwunden) seine Funktion – und wurde pragmatisch zum Bauernhof umgebaut. Dann war hier ein Krämer beheimatet, bis es erst zum Gasthaus und nun zum vollwertigen Hotel wurde.

Warum ich euch das erzähle? Na weil hier die Reise begann: Die Reise einmal quer durchs Vinschgau bis ins Meraner Land. Und dieses Mal gibts sogar ein schönes Video mit den Eindrücken des Trips:

Passender könnte man diesen Landstrich kaum zusammenfassen. Aber eigentlich ist das ein bisschen zu schnell – gehen wir einige Spots doch nochmals etwas genauer durch. Beginnen wir mit der wunderschönen Passstraße, die einen quer durch den Nationalpark Stilfser Joch führt und auf über 2.700 Metern liegt. Knappe 50 Kilometer windet sich diese Fernstraße bergauf und bergab.

Natürlich ist sie wegen ihrer Einzigartigkeit besonders unter Fahrradfahrern beliebt. Ich fahre ja eher Kurzstrecke – kommen wir also zum nächsten Punkt. Nicht weit entfernt auf einer Höhe von ca. 1.300 Metern steht ein Gebäude, das man an diesem Ort kaum erwarten dürfte: das Kloster Marienberg. Ok, ein Kloster in den Bergen klingt zunächst wenig ungewöhnlich, ein so altes und großes allerdings schon. Das folgende Foto dürfte euch ziemlich eindrucksvoll verdeutlichen, wie krass so ein Bauwerk inmitten von Bergen rüberkommt:

Jetzt ist es allerdings Zeit für eine kleine Stärkung – und für ebendiese geht es knappe 40 Kilometer weiter: nach Kastelbell. Hier steht das Restaurant Kuppelrain der Familie Trafoier – seines Zeichens mit 1. Michelin-Stern ausgezeichnet. Kein Wunder, hier wird die einheimische – sprich: Südtiroler Küche zelebriert. Ich kann euch übrigens an dieser Stelle schon verraten, dass Essen keine kleine Rolle bei dieser Reise spielen wird.

Komplett unterschiedlich zum vorherigen Programm, aber genauso außergewöhnlich war auch unser späterer Besuch in Laas. Vielleicht kennt ihr das Örtchen gar nicht, trotzdem könnte euch der Name bekannt vorkommen: Hier liegt eines der reinsten Marmorvorkommen der Welt, der Begriff Laaser Marmor ist fast schon wie ein Gütesiegel und international bekannt. Einer der sich besonders gut mit dem Gestein auskennt, ist der Künstler Jörg Hofer. Er nutzt den Marmorsand – kein Witz – zur Kolorierung seiner Werke. Auf die komplette Farbpalette muss er trotzdem nicht verzichten:

Aber Arbeit macht auch müde – und diesen Faktor verbinden wir mit einem kleinen Geheim- wie auch Designtipp: Inmitten des kleinen Dörfchens Burgstall, genauer gesagt in der Maiergasse 1, liegt das stylische, von einer Familie geführte Hotel Muchele. Knappe 5 Kilometer vor Meran gelegen dürften hier auch die lieben Weinfreunde (Ja, hier!) auf ihre Kosten kommen. Deshalb mein Tipp: Lasst euch durch den Weinkeller führen, es lohnt sich!

Meran? Ist gerade der Begriff Meran gefallen? Jepp. Natürlich darf ein Besuch in einer meiner absoluten Lieblingsstädte nicht auf dem Reiseplan fehlen. Genauso wenig wie ein Besuch im Kallmünz, in dem man – aufmerksame Leser werden merken, dass es dieses Mal verstärkt um Essen geht – einen der besten Kalbsrücken, den ich kenne, serviert bekommt. Wer schon mal in der zauberhaften Stadt war, dürfte wissen: Hier ist wirklich alles fußläufig erreichbar.

So auch das Restaurant Meteo, mein anderer Tipp für den geneigten Gaumen. Direkt am Passirio, dem Fluss, der durch Meran fließt, liegt eine kleine Promenade mit herrschaftlichem Haus und ziemlich leckerer Küche. Ein altbackenes Ausflugslokal dürft ihr allerdings nicht erwarten. Hier wird kreativ gekocht. Und lecker!

Dann ruft uns erneut die Natur – es geht hinaus & hinauf auf die Gompm Alm, in den Bergen auf knapp 1.800 Höhenmetern gelegen und beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Wanderer. Keine Angst: Natürlich habe ich die nicht zu Fuß zurückgelegt. Danke der Nachfrage. Ich habe es mir da ein bisschen einfacher gemacht und bin mit der Hirzer Seilbahn gefahren. Von der Bergstation ist es nicht weit zur Alm, wo uns neben einer wunderschönen Aussicht auch das prägendste Element der kompletten Reise erwartet hat: einheimisches Essen. Man gönnt sich ja sonst nix!

Und so genießt man eben eine Rundreise durch eine der schönsten Regionen, die ich kenne: Erlebt einmalige Natur, macht ein wenig Sightseeing & gönnt euch gutes Essen. Was will man mehr? Wo ihr das erleben könnt? Na bei einer kleinen Reise vom Vinschgau bis ins Meraner Land! Falls ihr diesen tollen Landstrich noch nie besucht habt, wird es langsam Zeit!

Über den Autor

Willy Dr. Lima

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