Warum Virtual Reality in Zukunft nicht nur den Alltag von Gamern beeinflussen wird

12.5.2020
Sahjah
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Unsplash / Billetto Editorial / https://unsplash.com/photos/3eAByt3-eOw

Virtual Reality ist vielen Menschen seit der breiten Verfügbarkeit hauptsächlich in Verbindung mit Videospielen bekannt. Mit einem speziellen Brillenaufsatz wird die Action, das Abenteuergefühl und die Heldenverkörperung der digitalen Welten noch intensiver wahrgenommen. Obwohl ein ähnlicher Zuspruch wie der Kultstatus klassischer Retrogames wie “Super Mario” oder “Zelda” noch in weiter Ferne liegt, wird der wachsende Einfluss auf die Branche in den kommenden Jahren nicht geleugnet werden können.

Aufgrund der immer größer werdenden Vielseitigkeit dieser Technologie ist auch ein wachsendes Interesse in anderen Industriebereichen festzustellen. In welchem Rahmen Virtual Reality in Zukunft daher häufiger im Alltag zu finden sein und welcher Stellenwert dadurch entstehen wird, wollen wir anhand ausgewählter Cases genauer in Erfahrung bringen.

Lernen macht wieder Spaß

Studien, berufliche Lehrgänge oder auch Fortbildungen der eigenen Mitarbeiter – eine Vision, welche vor einiger Zeit hauptsächlich in Science-Fiction-Filmen zu sehen war, kann den gegenwärtigen Lernprozess mittlerweile positiv beeinflussen. Vor allem im Bereich der Medizin setzen verschiedene Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf dein Einsatz von Virtual-Reality-Brillen.

Dank einer neuartigen Entwicklung des Londoner Unternehmens “Fundamental VR” können Medizinstudenten zukünftig bald gänzlich auf das Sezieren menschlicher Leichen verzichten. Komplizierte chirurgische Eingriffe, wie etwa in der Rückenmarksgegend können auf diese Weise simuliert werden. Die Vibrationen und Widerstände, welche auf das elektronische Skalpell übertragen werden, ermöglichen eine besonders realitätsnahe Erfahrung.

Jedoch wird Virtual-Reality in Zukunft nicht nur die Fortbildung im Gesundheitswesen prägen. Die amerikanische Versicherungsgruppe “Farmers Insurance” stellt diese These mit der Behebung von Wasserschäden in der virtuellen Küche eindrucksvoll unter Beweis.

Im deutschsprachigen Raum wagen sich mit Fachhochschulen ebenfalls erste Bildungseinrichtungen an die Technologie heran. Mit dem gezielten Einsatz soll die Erfassung verschiedenster E-Learning-Konzepte und damit auch die Fernlehre deutlich vereinfacht werden.

Virtual “Branding” nimmt Fahrgeschwindigkeit auf

Konsumentscheidungen sollen in Zukunft mehr durch den Einfluss der Virtual-Reality-Technologie verstärkt werden. Dabei können die Brillen der Marken “Oculus” und Co. auf unterschiedliche Arten eingesetzt werden. Der Autohersteller “Audi” setzt beispielsweise auf eine Ergänzung zu Beratungsgesprächen mit Kunden. Eigenständige VR-Terminals, welche auf die Initiative möglicher Käufer setzen, können beispielsweise die individuelle Einrichtung des “IKEA”-Wohnzimmers ermöglichen.

Auch auf zukünftigen Messebesuchen werden Virtuelle Realitäten in Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen. Durch die vielseitige Einsatzmöglichkeit können potenzielle Kunden künftig auf eine Vielzahl neuer, kreativer Wege angesprochen werden. Reicht die bloße Begutachtung der Karosserie und des Innenraums nicht aus, kann durch eine virtuelle Probefahrt auch das Fahrgefühl eindrucksvoll vermittelt werden.

Virtuelle Realitäten in den eigenen vier Wänden

Da weltweite Umsätze in Zusammenhang mit Virtual-Reality derzeit kontinuierlich wachsen, wird auch das Interesse für den privaten Verbrauch höchstwahrscheinlich zunehmen. Eingefleischten Gamern aber neugierigen Anfängern wird in den kommenden Jahren eine weitaus größere Auswahl an Spielangeboten zur Verfügung stehen.

Abgesehen von Videospielen wird auch die soziale Vernetzung in Zukunft um spannende Perspektiven erweitert. Den Anfang liefert dabei das größte soziale Netzwerk “Facebook”. Obwohl es wahrscheinlich noch etwas dauern wird, bis die neu entwickelte VR-App “Horizon” endgültig das Licht der Welt erblickt, sind die Vorzeichen durchaus vielversprechend. Selbst erstellte Avatare können sich in einer selbst konfigurierten Welt auf unterschiedlichste Arten wie gemeinsames Malen oder Laser-Tag vernetzen. Bewährt sich dieses Konzept, wird “Horizon” sicherlich nicht das einzige Angebot einer solchen VR-App bleiben.

Obwohl die Einsatzmöglichkeiten der VR-Technologie mittlerweile äußerst vielseitig geworden sind, stehen hohe Kosten nach wie vor zwischen möglichen Kunden und einer Kaufentscheidung. Damit die Produkte von “Oculus”, “HTC Vive” und Konsorten dennoch leistbar werden, kann laut Finanzexperten von FITFORMONEY eine laufende, systematische Finanzplanung helfen. So kann rechtzeitig festgestellt werden, ob eine solche Investition Unregelmäßigkeiten im Budget verursacht.

In Zusammenhang mit VR-Technologien sind jedoch keine blinden Käufe notwendig. Wer allerdings nicht bis zur nächsten Messe warten möchte, dem ist ein Besuch in einem “VR-Cafe” zu empfehlen. Hier können Spiele und Simulationen getestet werden und somit eine sinnvolle Grundlage für eine mögliche Investition bieten. Diese Einrichtungen sind mittlerweile weltweit und nicht nur in größeren Metropolen vertreten.



Über den Autor

Sahjah Street Art * Lifestyle * Pizza **Kiel**

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