Öko-Mode: Ganz im Trend des Umweltschutzes

17.6.2020
Sahjah
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Während vor einigen Jahrzehnten noch Träger von Birkenstock Schuhen als Öko-Heinis belächelt wurden, ist das Thema nachhaltige Mode heute so präsent wie nie zuvor. Denn immerhin rütteln in aller Welt Klimaaktivisten rund um die junge Schwedin Greta Thunberg die Bevölkerung auf und setzen sich aktiv dafür ein, dass die Umwelt auch für nachfolgende Generationen erhalten bleibt. Gelegenheit zum Umweltschutz beizutragen gibt es viele, dazu zählt auch sich für fair produzierte Kleidung zu entscheiden. 

Was grüne Mode eigentlich bedeutet

Während vor einigen Jahren faire Mode noch als Nischenprodukt galt, gibt es sie heute sogar bei großen Modelabels zu kaufen. Unter grüner Mode versteht man jene Bekleidung, die umweltfreundlich produziert wurde. Der Hersteller muss im ganzen Produktionsprozess saubere Arbeitsschritte nachweisen können. Das beginnt schon beim Anbau jener Pflanzen, die später zu Garnen verarbeitet werden. In vielen Fällen ist es die Baumwolle.

Dabei handelt es sich um einen Naturstoff, der jedoch aus ökologischen Aspekten nicht immer die erste Wahl sein muss. Wer sich für ein günstiges T-Shirt aus Baumwolle entscheidet, dass in Lateinamerika produziert wird muss in die Rechnung auch den langen Transportweg einrechnen. So kann es sein, dass ein in Deutschland hergestelltes Shirt aus Kunstfaser weit weniger Belastung für die Umwelt darstellt. Obwohl es sich bei Baumwolle um ein Naturprodukt handelt, ist traditionell kultivierte Baumwolle alles andere als umweltfreundlich: Pro T-Shirt werden und 150 Gramm Pestizide eingesetzt, um die Pflanze vor Schädlingen zu schützen. Noch dazu kommt, dass Baumwolle einen hohen Wasserbedarf hat. 

Öko Kleidung stammt von Herstellern, die bewusst auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Im Gegensatz zur traditionellen Kultivierung wird auch auf künstliche Düngemittel verzichtet. Außerdem gibt es auf Öko Plantagen einen Fruchtwechsel: Zwischendurch werden auf dem Feld andere Pflanzen angebaut, was ein Auslaugen des Bodens verhindert. Außerdem ist auf Bio-Plantagen der Einsatz von gentechnisch manipuliertem Saatgut verboten. 

Im Dschungel der Siegel zurechtfinden

Das Internet hat sich in den letzten Jahren als beliebte Recherchequelle etabliert. Hier informieren sich Interessierte nicht nur über Neuigkeiten aus aller Welt, besuchen ein live Casino oder buchen reisen, sondern kaufen auch grüne Mode ein. Dazu bieten sich zahlreiche Online Shops an, die sich auf fair produzierte Bekleidung spezialisiert haben. Wer sich umweltfreundlich anziehen möchte, sollte die wichtigsten Siegel kennen:

· Die FairWearFoundation FWF setzt sich auf der ganzen Welt für verbesserte Arbeitsbedingungen in der Textilbranche ein. Denn zu einem nachhaltig hergestellten Kleidungsstück gehört auch die faire Behandlung der Mitarbeiter. Sie sollen geregelten Arbeitszeiten nachgehen und einen gerechten Lohn erhalten. Produzenten, die das Siegel der FWF tragen, zeigen sich mit regelmäßigen Kontrollen einverstanden. 

· G.O.T.S steht für Organic Textile Standard. Das Siegel garantiert eine sortenreine Verarbeitung von Baumwolle sowie die Verwendung umweltfreundlicher Färbemittel. Auch soziale Kriterien fließen in dieses Siegel mit ein.

· Das Fairtrade Siegel kennen viele aus dem Lebensmittelbereich. Es hat jedoch auch einen Standard für Textilien herausgegeben. Fairtrade fördert kleine und mittlere Betriebe und bietet ihnen langfristige Lieferverträge, die Existenzen sichern. Einen Teil der Einnahmen lässt Fairtrade mit einer Prämie in das Bildungswesen in Entwicklungsländern fließen. 

Doch nicht nur fair hergestellte Kleidung zu kaufen trägt zum Umweltschutz bei. Vielmehr kann jeder einzelne etwas dazu beitragen. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und das gilt auch für Mode. Anstatt unüberlegt jede Woche ein neues Teil zu kaufen, lohnt es sich den Kleiderschrank genau zu prüfen. Oft findet man versteckt noch T-Shirts, Röcke oder Hosen, die noch kaum getragen sind. Anstatt Kleidung wegzuwerfen, die nicht mehr passt oder gefällt lohnt sich der Wiederverkauf. Auf Online Flohmärkten findet sich garantiert ein Besitzer, der damit noch lange Freude hat. Auch Tauschbörsen für Bekleidung tragen zum Umweltschutz bei. 

Über den Autor

Sahjah Street Art * Lifestyle * Pizza **Kiel**

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