Olivia Jones eröffnet Sonderausstellung ‚Fluchtursache: Liebe‘ in Hamburg

23.7.2020
Sahjah
Allgemein

Jedes Jahr im Juni wird mit dem LGBT Pride Month ein Zeichen für ein buntes Miteinander und gegen Homophobie gesetzt. Der Monat ist für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgender und andere eine Möglichkeit, den Stolz für die Offenheit mit ihrer Sexualität zu feiern.

Doch nicht überall auf der Welt kann die LGBT Community offen und ohne Angst unter der Regenbogenfahne für ihre Meinung demonstrieren: Verfolgung wegen der sexuellen Orientierung gehört zu den Gründen, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Erniedrigung, gesellschaftliche Stigmatisierung, Folter oder Tod drohen ihnen. Letzter Ausweg ist die Flucht und damit die Auswanderung.

Das thematisiert die neue Sonderausstellung „Fluchtursache: Liebe“ im Auswanderermuseum BallinStadt in Hamburg. Deutschlands bekannteste Drag Queen Olivia Jones ist Schirmherrin der Ausstellung und unterstützt das Projekt zusammen mit ihrer „Olivia Jones Familien-Botschafterin“ Veuve Noire, die in den nächsten Monaten das Projekt „Olivia macht Schule“ im Rahmen der Ausstellung präsentieren wird.

„Die Sonderausstellung Fluchtursache: Liebe gibt einem wichtigen Thema, welches auch schon in der Hauptausstellung der BallinStadt Erwähnung findet, mehr Raum. Sie ist die perfekte Ergänzung für einen Besuch in der BallinStadt“, so Volker Reimers, Geschäftsführer der BallinStadt. „Wir sind uns sicher, dass wir mit dieser Sonderausstellung den Blick auf ein gesellschaftlich sehr relevantes Thema richten, welches eine breite Aufmerksamkeit verdient. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass sich die Welt außerhalb des momentan alles bestimmenden Themas Corona weiterdreht.“

Schirmherrin Olivia Jones ergänzt: „Es ist doch völlig verrückt, dass im dritten Jahrtausend immer noch Menschen verfolgt, bedroht, gefoltert und getötet werden, nur weil sie sich als Mann zu Männern oder als Frau zu Frauen hingezogen fühlen. Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter. Und deshalb werden wir Inhalte der Ausstellung auch in unser Bildungsprojekt Olivia macht Schule übernehmen. Unsere Freiheiten sind nicht selbstverständlich. Das muss man immer wieder bewusst machen.“

Die Inhalte der Ausstellung

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen erschütternde aber auch berührende Geschichten von Geflüchteten, die zusammen mit der Initiative Rainbow Refugees (Stories) ausgesucht wurden. Die Geschichten werden mit Informationen über Ihre Herkunftsländer angereichert. Dazu gibt es einen Überblick über den Stand der LGBT Rechte weltweit.

Positiv eingerahmt werden die „harten“ Informationen durch eine Einleitung und einen Ausklang. Erstere beschäftigt sich mit dem Begriff Freiheit und deren Bedeutung. Zweiterer gibt einen versöhnlichen Blick auf die Errungenschaften der LGBT-Bewegung.

Auf der Suche nach einem passenden Motiv für die Ausstellung kam Olivia die Idee, sich als „Lady Liberty“ einkleiden und fotografieren zu lassen. „Die Statue ist weltweit Symbol für Freiheit. Sie war das erste, was Auswanderer und Flüchtlinge sahen, wenn sie in New York auf der Suche nach einem neuen Leben ankamen. Als ich gelesen haben, dass für Lady Liberty wahrscheinlich ein Mann Modell gestanden hat, war mir klar: Das ist das passende Motiv für eine wirklich freie und offene Gesellschaft und diese Ausstellung. Eine Drag Queen als ikonische Freiheitsstatue. Das wird bestimmt für Diskussionen sorgen“, so Jones.

Tickets gibt es online zu kaufen

Über den Autor

Sahjah Street Art * Lifestyle * Pizza **Kiel**

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