Fertigprodukte: Wie gesund ist der Trend aus dem Supermarkt?

14.6.2021
Sahjah
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Sich am Abend schnell eine warme Mahlzeit zuzubereiten, ist in der heutigen Zeit so einfach wie nie zuvor. Musste man früher erst ein Huhn kochen, um die Brühe für eine Nudelsuppe zu erhalten, bekommt man diese heute in Form von Tüten oder Dosensuppen in jedem Supermarkt. Und die Corona-Pandemie hat in den zurückliegenden Monaten dazu beigetragen, dass Fertiggerichte so gefragt sind wie nie zuvor.

Fertiggerichte sind während der Pandemie so gefragt wie nie zuvor

In Zeiten von Homeoffice, Homeschooling und geschlossenen Restaurants haben sich Fertiggerichte hierzulande zu einem echten Trend entwickelt. So wurden nach Aussage des Statistischen Bundesamtes zwischen Januar und September 2020 etwa 1,1 Millionen Tonnen an Fertiggerichten produziert. Das bedeutet im Vergleich mit demselben Zeitraum im Jahr 2019 eine Steigerung von 4,9 Prozent oder über 50 300 produzierten Fertiggerichten. Im Vergleich dazu betrug die Steigerung 2019 lediglich 0,1 Prozent, sodass die Nachfrage nach Fertiggerichten tatsächlich den Folgen der Corona-Pandemie geschuldet sein dürfte.

Der Trend geht zu Gemüse

Den größten Zuwachs konnten im vergangenen Jahr die Gemüse-Fertiggerichte verzeichnen, bei denen der Zuwachs rund 7,4 Prozent betrug. Dagegen verzeichneten Fertiggerichte wie tiefgekühlte Pizzen nur einen Zuwachs von etwa 5,4 Prozent und bei Fertiggerichten aus Teigwaren betrug die Zunahme rund 4,6 Prozent. 

Die meisten Lebensmittel sind Fertigprodukte

Die meisten Lebensmittel stammen heute aus einer industriellen Großküche, wo diese mit einer Reihe von Geschmacksverstärkern, Verdickungsmitteln, Farbstoffen, Enzymen und Bindemitteln zubereitet werden. Diese Produktionsbedingungen resultieren aus dem Wunsch der Hersteller, die möchten, dass ihre Produkte nicht nur gut schmecken, sondern auch optisch etwas hermachen und zudem möglichst lange haltbar sind. Aus diesem Grund bekommt der Erdbeer-Joghurt seine rötliche Färbung, welche die Verbraucher an frische Erdbeeren erinnern soll. 

Frische Fertiggerichte sind gesünder als Discounterware

Nicht nur die Fertiggerichte vom Discounter erfreuen sich seit Beginn der Corona-Pandemie einer großen Beliebtheit, sondern auch frische Fertiggerichte. Diese können heutzutage bei einer ganzen Reihe von Herstellern über das Internet bestellt werden und sind zumeist deutlich gesünder als ein Fertiggericht aus dem Supermarkt. Das liegt daran, dass diese Menüs ausschließlich mit frischen Zutaten zubereitet und im Anschluss daran luftdicht verschweißt werden. Selbst Fertiggerichte von Sterneköchen sind mittlerweile auf diesem Weg erhältlich, die zwar ein paar Euro mehr kosten als die Fertiggerichte aus dem Supermarkt, dafür allerdings mit hochwertigen Zutaten frisch zubereitet wurden. Wer auch in Zeiten geschlossener Restaurants nicht auf ein Sterne-Menü am Abend verzichten möchte, für den stellen frische Fertiggerichte somit eine echte Alternative dar, ebenso wie für alle, die sich nicht ständig von Fertiggerichten voller Zusatzstoffe ernähren möchten.

Worauf sollte bei dem Kauf von Fertiggerichten geachtet werden?

Wie man anhand der frischen Fertiggerichte deutlich erkennen kann, gibt es sowohl gute als auch schlechte Fertiggerichte. Wer möglichst gesunde Fertiggerichte zu sich nehmen möchte, sollte daher immer einen Blick auf das Etikett werden, auf dem sämtliche Zutaten und Inhaltsstoffe aufgelistet werden. Finden sich unter den Zutaten viele Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, dann sollte man sich besser nach einer Alternative umschauen. Denn je mehr Zusatzstoffe ein Fertiggericht enthält, umso weniger Vitamine sind in der Regel darin enthalten. 

Gesunde Alternativen zu Fertiggerichten 

Es muss nicht immer ein Fertiggericht sein, auch wenn man einmal nur wenig Zeit zum Essen findet. Denn in vielen Naturkostläden gibt es heute eine Speisetheke, wo man gesunde Fast-Food Alternativen bekommt. Aber auch Obst oder ein Salat ist als Mahlzeit für zwischendurch hervorragend geeignet und darüber hinaus sehr gesund. Und wer zwischendurch Lust auf ein süßes Getränk hat, kann sich aus einem natürlichen Apfelsaft und einem Schuss Wasser selbst eine leckere Schorle zusammenmischen.   

Über den Autor

Sahjah Street Art * Lifestyle * Pizza **Kiel**

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