Mit Tom Thaler & Basil unterwegs zum Sziget-Festival – Ein Reiseblog // Tag 1

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Tag 1: Von Jim und der Karibik in Holzgünz

Reisegruppe Rettungshunde ist losgerollt! Von Mannheim ab nach München zum Free & Easy Festival. Der Bus fühlt sich schon heimisch an. Die linke Box geht. Aux-Kabel vergessen. Wie geht das Radio an?  Kameradude Jim hat die Antworten! Das internationale Gebärdensprachenzeichen für „Brötchen“ ist ein leichtes Schütteln der rechten Hand über dem Kopf! Zacharias Hagelhelm bringt dir den Kaffee mit!

Nach halbstündiger Diskussion darüber wie rum genau wir jetzt unseren DJ Tisch stehen haben wollen, geht um 21:15 Uhr die Show los. Erstmal ein paar Leute von der Bar vor die Bühne locken, aber dann macht’s richtig  Bock!

Eintausend Mal in dieser wunderschönen Backstage Werk Oasen Landschaft verlaufen. Am nächsten Tag arbeitende Menschen erfolgreich zu weiteren Drinks überredet. Viel Reggae gemacht. Und alle haben jetzt den Sticker meiner Band!

Basil hat ne schöne Badehose! Wir müssen einen See finden! Ab nach Wien ;)

TT&B

Und hier das Video dazu:

[Disclaimer: Willy ist gemeinsam mit Tom Thaler & Basil für die nächsten Tage auf Reisen, bleibt also dran, könnte witzig werden.]

Mit Tom Thaler & Basil unterwegs zum Sziget-Festival – Ein Reiseblog

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Forrest Gump

 Ein VW Bus, eine Gang und ein Ziel: Budapest! Wir fahren nach Ungarn und spielen auf dem Sziget Festival! Mega Bock!

Damit auch die Fahrt dort hin schon ein Abenteuer wird, legen wir noch zwei Stopps ein: Morgen düsen wir los nach München zum Free & Easy Festival  im Backstage Club. Da probieren wir schon mal ein, zwei neue Songs. Am Samstag geht’s dann weiter nach Wien. Am Abend spielen wir da einen kleinen Gig im Wombats Hostel „The Lounge“.  Ich hoffe es gibt keinen Ärger mit den anderen Hostel-Gästen wegen der Ruhestörung. Wir wollen da ja auch noch schlafen! :)

Am Sonntag ist das Ziel dann Budapest. Da wir nicht so Bock auf Autobahn haben, besteht höchste Gefahr, dass wir uns irgendwo in den Alpen verlieren. Ein Navi besitzt leider auch niemand von uns. Ich hoffe, die Straßenkarten meiner Großeltern sind noch aktuell. Sollten wir doch ankommen, spielen wir am Dienstag auf  der Europe Stage.

Damit wir euch danach zeigen können was wir so erlebt haben, wird ein spitzen Kameramann unsere Chaostruppe begleiten. Aus dem Filmmaterial schnippeln wir dann das Musikvideo zu unserem neuen Song „Forrest Gump“.  Schön wird’s!

 „Ich kann nichts dagegen tun, meine Beine wollen rennen.“

 Wir lernen jetzt noch etwas ungarisch, schneiden uns die Fußnägel und rennen los! Wir sehen uns unterwegs.

 TT&B

[Disclaimer: Willy ist gemeinsam mit Tom Thaler & Basil für die nächsten Tage auf Reisen, bleibt also dran, könnte witzig werden.]

Olson über Trinkgeld, Sons of Anarchy & Späti-Boykotte – ein Interview

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Es ist der 29. Juni 2014. Sommer. Trotzdem gießt es wie aus Eimern. Ich treffe Olson bei Universal zum Interview. Wir trinken Saft und Wasser und lachen viel.

Schönen Guten Tag. Erst einmal: vielen Dank für die Zeit.

Danke fürs Kommen. Schöne Schuhe. (Adidas Wmns ZX 500 2.0 Restyle)

Extra aus Spanien einfliegen lassen. Starten wir aber mal beim Urschleim. Magst du kurz erzählen, wer du bist, woher du kommst und was du am liebsten auf dem Teller hast?

Ich bin Oliver. Ich komme aus einer kleinen Vorstadt vor Düsseldorf und bin vor 2,5 Jahren nach Berlin gezogen. Und ich esse am liebsten Sushi. Es gibt aber auch bei mir ums Eck einen Vietnamesen, bei dem es Curry mit Mango und Hühnchen gibt. Das Menü kostet 4,90 EUR. Du gehst da rein, bestellst einmal die 2, weil du den ewig langen Namen nicht aussprechen kannst und dann gibst du nen 5er über den Ladentisch. Du bekommst aber keine 10 Cent zurück, weil die sich das immer schon automatisch als Trinkgeld nehmen. 20 Sekunden später bekommst du das Gericht eingepackt überreicht. Es schmeckt jedes Mal perfekt.

Ist das Essen dann auch warm? Ich war nämlich neulich im Dudu`s, nem Laden den ich jetzt nicht soooo mag… (ich ernte einen skeptischen Blick)

… mein Lieblingsladen.

Ok, das Essen schmeckt. Kam auch genauso schnell aus der Küche wie bei deinem Vietnamesen, war aber leider nur lauwarm. Schön, dass wir direkt über Essen sprechen.
Du bist schon ziemlich lange dabei. Dein Weg bis zum Signing war ein langer. Hast du zwischendurch daran gedacht, alles hinzuschmeißen oder warst du immer optimistisch, dass das noch was Großes wird?

Also ich habe nie daran gedacht aufzuhören. Ich habe nur gedacht, wenn es nichts wird oder nicht läuft, dann liegt es daran, dass du nicht gut genug bist. Und dann hab ich versucht mich zu steigern und besser zu werden. Ich habe immer daran geglaubt, dass es was wird, aber nicht gewusst, was genau. So, wie ich auch jetzt immer noch nicht weiß, was passieren wird und wie das Album ankommt.

Erzähl doch mal, wie das alles konkret gekommen ist. Du hast ja sicherlich kein Mixtape oder eine Promo-CD an Universal geschickt?

Doch! Wir habe ein Demo aufgenommen mit fünf Songs und haben das rumgeschickt. Ein paar wollten es machen und wir haben uns mit ein paar Leuten unterhalten. Hier hat es uns am Besten gefallen und dann ging`s  eigentlich auch direkt los.

Hast du dich „beworben“ als du noch in Düsseldorf warst?

Nee, nee, da war ich schon hier. So Mitte letzten Jahres.

Waren bei dem Demo Songs deiner letzten EP („40213“) vertreten?

Das waren alles komplett Songs vom Album. Ich habe quasi fürs Album drauf los gearbeitet, den Labels fünf Songs gezeigt und bei Universal hieß es dann: Ist geil! Mach weiter so! Daraufhin habe ich die Platte einfach fertig gemacht und abgegeben.

Und sind die Songs die du damals eingereicht hast, jetzt alle auch auf „Ballonherz“?

Alle, ja.

Crazy. Das heißt: die Arbeit am Album hat wann genau begonnen? Wie lange hat der Prozess gedauert?

Den ersten Song haben wir im Herbst 2012 gemacht. Circa ein dreiviertel Jahr später haben wir das Demo eingereicht. Das Master abgegeben haben wir am 01. Juni. Ich musste, glaube ich, am 1. Mai fertig sein. Das ganze hat also insgesamt ungefähr 1,5 Jahre gedauert.

Wie hast du die Arbeit an deinem Album denn wahrgenommen? Wenn ich dich jetzt so höre, klingt es so, als wärest du gut vorbereitet gewesen und wüsstest ganz genau wo du hin willst. War der Druck dann also gar nicht mehr so groß?

Ich hatte nie Druck. Weil am Anfang, als ich angefangen habe aufzunehmen, niemanden gab, dem ich irgendwie reporten musste. Da war ja niemand der gesagt hat, jetzt geh ins Studio und mach das, damit wir das und das erreichen. Sondern Ich bin einfach hingegangen und hab das erste Mal so völlig befreit Mucke gemacht. Nach dem Motto habe ich dann einfach ein paar Songs aufgenommen, hab sie dann den Jungs hier gezeigt und die waren so: ist geil, mach weiter so und mach nichts anders. Also konnte ich eigentlich recht entspannt daran arbeiten. Der Produzent und ich hatten immer zweiwöchentliche Studio-Blöcke, wo wir 2-3 Songs gemacht haben, bevor ich mich wieder für zwei Monate verkrochen habe, um zu schreiben. Dann wieder zwei Wochen Studio-Block und so weiter.

mehr!

Ein Leben ohne Musik ist wie Sommer in der Antarktis: DrLiMa im Interview mit I HEART SHARKS

 

I-Heart-Sharks-2014

Blood and sharks – Es war vor etwa zwei Jahren im Oktober. Alles begann mit einem recht spontanen Kartenkauf. Wir wollten mal testen „was die Jungs live so können“. Während der Autofahrt dröhnten Zeilen wie, ‚Let’s just pretend its summer‘, oder ‚why must we kiss with the lights out‘ aus den Boxen. Urbane Hymnen aus ehrlich gemachtem Pop von I HEART SHARKS . Hymnen eines Sommers, meines Sommers. Am Badesee, im Bus, beim Nacht-zum-Tage-machen, irgendwo zwischen Konfettiregen, Kippen und Pappbechern, gefüllt mit billigem Fusel.

Entsprechend hoch waren natürlich meine Erwartungen. Nur wusste ich bei Ankunft am Erfurter Museumskeller nicht so genau, wohin mit diesem riesen Berg an Vorfreude. Das alte Gewölbe ist Kneipe und Veranstaltungsort zugleich. Ein kleiner Saal, in dem nach Augenmaß geschätzt, vielleicht 30 Leute Platz finden. DOCH: Es war einer der BESTEN, sowie verrücktesten Konzertbesuche ever. Die Band war klasse. Das Publikum, ein wahnsinniger Haufen an geballter Energie. Der Schweiß tropfte von der Decke, alle tanzten wie wild, sangen sich die Seele aus dem Leib. Von der Bühne aus verteilte man reichlich Wasser und am Ende gab es sogar die ein oder andere blutige Nase. Aber hey, ich habe noch nie einen glücklicheren Menschen mit blutiger Nase gesehen. Ehrlich jetzt. Künstler und Fan waren irgendwie eins.

Genau das kann dieses Jahr wiederholt werden, DENN Pierre, Simon und Martin melden sich mit ihrem neuen Album „Anthems“ zurück und beginnen ihre Deutschlandtour am 24.04. (wieder) in Erfurt. History in the making und so!

Where the magic happens

Doch zunächst Back to Basics. London – New York – Bayern: Sie selbst beschreiben sich auf Facebook wie folgt: One english boy. One german boy. One lost boy. Und wo lernt sich solch eine hippe Indie-Electro-Band heutzutage kennen? Richtig! Janz klassisch, im Berghain! 2007 liefen sich die drei Jungs in den heiligen Hallen des Berliner Clubs zufällig über den Weg und es hat dieses berühmt-berüchtigte Zoom! gemacht. Ihre Idee war es, „Maschinenmusik“ zu produzieren, die eine menschliche Seele hat, Gitarren als Synthesizer und Synthesizer als Gitarren zu nutzen. Damit wollten sie die zynische, pseudo-intellektuelle Behauptung widerlegen, „Musik, die den Körper bewegt, könne den Geist nicht bewegen und umgekehrt“.

Und plötzlich waren sie überall, spielten auf etlichen Festivals, füllten kleine Clubs und große Hallen. Spätestens seit dem Trailer zum Berlin Festivals 2012, welcher musikalisch mit ihrer Single „Neuzeit“ unterlegt war, wussten die Menschen, wer I Heart Sharks sind. Mit ihrem neuen Album „Anthems“, dass am 28.03. released wurde, geht es nun mit 15 neuen Songs im Gepäck in Richtung Deutschlandtour und in den wohlverdienten Festivalsommer. Doch bevor sie damit starten, hatte ich noch einige Fragen an die drei.

Ich habe euch zum Ersten Mal in 2012 in Erfurt gesehen, im Ratskeller. Die Location war super winzig, wir waren bestimmt nur 40-60 Leute und es war eines der besten Konzerte auf denen ich jemals war. Wie nehmt ihr solche kleinen Clubkonzerte wahr?

P: Die Nähe und die Persönlichkeiten, die man im Publikum sieht. Kleine Konzerte machen mich immer viel nervöser als große.

S: Das weiß ich noch! Da war eine im Publikum mit einem gebrochenem Bein, und wir haben noch nach der Show geredet und ihr geholfen wieder die Treppe rauf zu kommen. So nah kommt man bei Festivals zum Beispiel nicht ans Publikum heran. Da wird man nach dem Auftritt von der Bühne geworfen, damit der nächste Act spielen kann. Man landet im Backstage und wird sehr schnell wieder von den Fans getrennt.

M: Es ist wohl der Club mit dem weltweit kleinsten Backstage und in diesem Jahr beginnt unsere Tour genau dort! Du spürst die Reaktionen viel unmittelbarer. Der Schweiß der Leute lässt den ganzen Club irgendwann zu einer kleinen Saunalandschaft verkommen. Ich habe nach solchen Konzerten meist das Gefühl, man kennt jetzt jeden aus dem Publikum.

Wie schafft ihr es so viel Energie au?

P: Wir bringen immer einen Ghettoblaster mit für den Backstage – weil Backstageräume häufig sehr triste Orte sind – und hören eine Mischung aus Prince und Robin S. zum aufwachen.

„Wolves“ oder „Summer“ sind richtige Dauerbrenner. Aber ist man nicht total unter Druck gesetzt, um diesen „alten Erfolgen“ auch auf der neuen Platte gerecht zu werden?

P: Dankeschön. Der Druck kam mehr von uns selber, weil wir eben nicht die gleichen Sachen nochmal wiederholen wollten. Der Moment, in dem man das macht, was man gut kennt, ist der Moment, in dem man aufhört zu lernen.

S: Ein großer Teil von dem Druck bestand darin, dass wir das Album zeitnah fertig haben wollten. Wir wussten, dass etwa anderthalb Jahre in Ordnung wären, und dann wollten wir natürlich, dass auf der Platte am Ende richtig große Songs drauf sind, die heute toll klingen, die wir aber auch noch in zehn Jahren auf Konzerten spielen können. Neue „Dauerbrenner“, wenn man so will. Ja, den Druck hat es gegeben.

Gibt es auf „Anthems“ große musikalische Unterschiede zum Vorgänger?

P: Alles klingt größer, aber auch intimer. Wir sind nicht eine dieser Bands, die Angst hat, viel in ihrer Musik zu machen. Manchmal ist more eben more.

Aus aktuellem Anlass: Wie sieht für euch der perfekte Sommer aus?

M: Unter der Woche mit dem Fahrrad und guten Freunden zu irgendeinem Strand – egal ob See oder Meer – fahren. Am Wochenende dann auf Festivalbühnen spielen. Das ist perfekt!

P: Frozen Margaritas und gute Unterhaltung.

S: Genug Zeit draußen in der Sonne. Oft sitzen wir tagelang nur im Tourbus und verpassen viel davon. Dieses Jahr will ich die Seen in der Nähe von Berlin mal richtig erkunden. Ich war seit vielen Jahren nicht mehr an einem See baden oder in einem Steinbruch. Und natürlich mit dem Fahrrad und ner Flasche Sekt hinfahren!

Apropos Festival – Habt ihr einen Fav. oder gar eine Empfehlung für uns?

M: Mein persönliches Lieblingsfestival ist das Haldern Pop am Niederrhein. Da geht es nur um die Musik und nicht darum, wer die schönsten Klamotten im Schlamm trägt. Außerdem kennt man meist nur 5 Bands und den Rest dann erst ein Jahr später, wenn deren Alben große Erfolge werden. Ein sehr schönes Festival ist das Feel Festival bei Berlin. Sehr gemütlich, sehr klein, sehr schön dekoriert und mit viel Liebe zum Detail gemacht.

P: Wir haben letztes Jahr auf dem Feel Festival bei Berlin gespielt. Das war sehr intim und sehr süß gemacht. Ich habe mich im Wald verlaufen und fand ständig neue Bühnen, auf denen irgendwelche bunten Parties stattgefunden haben. So soll es sein.

S: Zum Glück dürfen wir in den meisten Jahren auf sehr viele Festivals. Für uns ist es toll, weil sich in den Backstagebereichen sehr viele unserer Freunde herumtreiben. Auf diese Art haben wir zum Beispiel Kraftklub kennengelernt, aber auch andere Leute wie Casper und Claire oder Etnik trifft man immer wieder dort. Da hört die Hektik mit der Showvorbereitung kurz auf und man sagt sich „Hallo“.

Klar, irgendwo sind solche Fragen abgedroschen. Aber was inspiriert euch beim Musikmachen? 

M: Eine Aufzählung würde den Rahmen wohl sprengen, aber die Texte und Stimmungen von The National haben das Album sehr geprägt, auch wenn man es kaum hören wird.

P: Ich betrachte sehr gerne Menschen. Ich sitze gerne in Cafes und schaue Leute an, die vorbei laufen. Sonst, musikalisch betrachtet, Prince und Passion Pit zum Aufstehen, M83 und The Cure zum Überleben, und Interpol und The National zum Leiden.

S: Ich muss schon in der Laune sein, inspiriert zu werden. Das kann dann aus allen Richtungen auf mich zukommen. Ein Lied das mir eine Freundin auf Soundcloud teilt, irgendein Drumloop, den ich entdecke.

Wie kann man sich das Songwriting bei euch vorstellen? Sperrt ihr euch in ein Hotelzimmer ein, fahrt ihr ans Meer …?

P: Überall. Den Titeltrack habe ich in einem kleinen Haus auf Rügen im Winter angefangen, andere Songs im Hotelzimmer in Manchester, andere in Hamburg oder Berlin im Studio.

S: Alle Ideen landen über kurz oder lang auf unserem Studiorechner und von dort aus werden sie weiter vermanscht. Wir haben ein Studio in Neukölln, in dem ganz viele Gitarren und Synthesizer stehen. Da geben wir den Ideen dann Leben.

Gibt es eventuell bestimmte Künstler mit denen ihr gerne zusammenarbeiten würdet?

P: Bei „Anthems“ haben wir diesen Traum zum Teil realisiert – viele Songs sind mit dem Sänger von Wilhelm Tell Me, Henning Sommer, entstanden, und dazu hat Joseph Cross, der Produzent von Hurts und Courteeners, die Platte produziert.

S: The Knife! Wir lieben deren Lieder, wie sie elektronische Musik mit tiefergründigen Texten verbinden. Wenn man uns einen Tag im Studio mit denen geben könnte würde ganz sicher etwas ganz großes dabei raus kommen.

Achja, und wie hat das eigentlich alles so mit euch angefangen?

M: Ich habe durch Zufall eine Show mit Vienna, dem Nebenprojekt von Pierre, gespielt. Und Wochen später hatte ich eine Nachricht bei Facebook erhalten, ob ich denn nicht bei I Heart Sharks spielen wolle. Aus Mangel an Alternativen habe ich dann zugesagt.

P: Als wir nach Berlin zogen, waren wir sehr jung und haben viel zu viel gefeiert. Irgendwann haben wir uns entschieden, den Techno, den wir immer wieder in die Berliner Clubs hörten, auf Gitarren zu spielen, und die Gitarrenmusik, die ich aus England kannte, auf Synthesizern.

Warum liebt ihr Haie?

P: Weil sie äußerst gefährlich und gleichzeitig wirklich schön sind.

Gibt es ein momentanes (kollektives) Lieblingslied?

P: Unsere Differenzen machen uns eben interessant. Mein Lieblingslied ist gerade nach langer Zeit wieder „We Looked Like Giants von Death Cab For Cutie.

S: Haha, ja da sind wir sehr unterschiedlich. Das Lied hätte ich zum Beispiel niemals gewählt. Ich höre im Moment viel weniger Musik, um den Kopf mal wieder frei zu kriegen. In der Zeit beschäftige ich mich zum Beispiel damit, wie die Lichter zu unserer neue Bühnenshow programmiert werden können… und genieße dabei die Stille.

M: Bei mir ist es gerade „Running“ von Jessie Ware.

Ein Leben ohne Musik ist wie …

P: … taub sein?

S: … ein Leben ohne Leben?

M: … Sommer in der Antarktis.

 

Tour-Dates

24. 04. 2014  Erfurt , Museumskeller
25. 04. 2014  Köln, Club Bahnhof, Ehrenfeld
26. 04. 2014  Hamburg, Molotow
29. 04. 2014  Berlin, Bi Nuu
30. 04. 2014  Dresden, Beatpol
02. 05. 2014  Leipzig, Täubchenthal
03. 05. 2014  München, Strom
07. 05. 2014  Nürnberg, MUZ
08. 05. 2014  A- Wien, B72
09. 05. 2014  CH – Zürich
10. 05. 2014  Frankfurt , Nachtleben

 

 

 

This Week’s Soundtrack: Chet Faker – Thinking In Textures

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Artist: Chet Faker
Titel: Thinking In Textures
Label: Downtown Records
Release Date: 2012
Genre: Electronic/Dance, Pop

Jeder kennt ihn – den Klassiker von ‚Blackstreet‚ aus dem Jahre 1996, ‚No Diggity‚.
Sonst ja eher ein Track, zu dem man mit häufig mehr als einem zu viel im Tee sein Hüftgold irgendwo zwischen dem sechsten Bier und dem dritten Tequila-Shot mehr liebenswert linkisch als gekonnt lasziv in Szene setzt.
Chet Faker hat dieses so viel gespielte Lied auf seinem – übrigens darüber hinaus auch sehr empfehlenswerten – Album in ein neues Gewand gehüllt. Der Text ist derselbe, aber die Hinterhof-Kopfnicker-Atmosphäre wird durch eine Stimmung ersetzt, die sich mehr nach wohligem Zehenräkeln am Sonntagmorgen als nach wackelnden Hinteransichten in zu engen Shorts anfühlt.
Adaptionen sind ja immer so eine Sache. Besonders Filmadaptionen von Büchern treiben mich regelmäßig in den Wahnsinn, man kennt ja das Leid. Aber auch, wenn ‚No Diggity‘ für mich trotzdem immer mit ‚Blackstreet‘ und Rausschmeißer-Tracks in schummrig beleuchteten Bars verbunden bleiben wird – dieses Remake kann sich sehen lassen.
Also, zieht die Decke nochmal bis ganz unters Kinn und gebt Chet Faker eine Chance, euch vergessen zu lassen, dass morgen schon wieder Montag ist.

Tracklist
A1 I’m Into You
A2 Terms and Conditions
A3 No Diggity
A4 Love and Feeling
B1 Cigarettes and Chocolate
B2 Solo Sunrise
B3 Everything I Wanted

Thinking In Textures‚ ist unter anderem bei HHV.DE erhältlich.

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