The Machine Cast #76 by BONDI

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In unserem Machine Cast #76 trifft Techno auf Indie. Gut, der ein oder andere wird sagen: „Gab es schon alles.“ Ja, so aber nicht! Denn bei BONDI herrscht hypnotische Extase mit einem nahezu ausufernden Live-Feeling. Ihre Tracks elektrisieren das Herz und die (Tanz)Beine gleichermaßen. Irgendwo zwischen Band und DJ-Duett begeistern BONDI mit fettem Live-Equipment wie Drums, Synthy und Gitarre, sowohl auf der Bühne als auch im Studio. Dabei gehen nicht nur die Vocals des Frontmanns unter die Haut, sondern auch die sich in Wellen aufbauenden Grooves der zwei Berliner.

Die Produktionen von BONDI dürften in einem DJ Set genauso gut funktionieren wie auch im Player unterwegs. Ihre Gigs könnte man als sympathisches Rave-Konzert umschreiben: Hier wird auf der Bühne tatsächlich live etwas hergestellt und nicht nur per Play-Taste abgerufen, Herr Guetta! Falls es euch nicht schon auf Fusion und Co. geglückt sein sollte BONDI live zu erleben, gibt es jetzt erstmal einen exklusiven Mix auf die Ohren. For your body and soul! PS: Wer mehr über die Boys erfahren will, liest einfach weiter.

Wie würdet ihr selbst kurz und knapp eure Musik beschreiben?

Alex: Unsere Musik ist eine Fusion aus Techno/House/Deep House und anderen Genres sowie Blues, Soul, Alternative Rock.

Daniel: So etwas ist immer schwer in Worte zu fassen, am besten man schaut auf unserer Soundcloudseite vorbei und verschafft sich selbst einen Eindruck! Wenn ich es doch versuchen müsste, würde ich sagen satt, groovy, melancholisch, intensiv und auch emotional.

Welche Beziehung habt ihr zu den „Drei ???“ bzw. woher stammt der Bandname BONDI?

Alex: Ich glaube Daniel kann an dieser Stelle mehr dazu sagen. Ich fand den Namen einfach toll und er passt mit seinem Wortklang zu der Musik die wir machen.

Daniel: Nach unseren ersten gemeinsamen Studiosessions haben wir relativ schnell den Entschluss gefasst, ein eigenständiges Projekt daraus zu formen. Anfänglich ist es uns auch nicht leicht gefallen einen passenden Namen zu finden. Nach vielen Überlegungen bin ich in mich gegangen und habe versucht mir vorzustellen, was ich mit unserer Musik assoziiere. Ich hatte sofort mein Work & Travel Jahr in Australien 2009 vor Augen und spürte die gleichen Gefühle und Emotionen, die ich in dem Jahr zwischen unzählig zurückgelegten Kilometern, wahnsinnig schönen Naturkulissen und unschätzbar wertvollen Erfahrungen gemacht habe. In dieser Zeit hat sich auch meine Sehnsucht nach Ferne und dem Reisen entwickelt. Die gleiche Sehnsucht, die wir auch versuchen mit unserer Musik auszudrücken. Bondi Beach ist einer der bekanntesten Strände in Sydney – Australien. Eine unglaublich spektakuläre Naturkulisse direkt in der Stadt. Der Widerspruch zwischen paradisischer Leichtigkeit und dem urbanen Leben der Großstadt mit all ihrer Kultur und ihrem Temperament beschreibt BONDI eigentlich ganz gut in einem Satz. Als ich Alex davon erzählt habe, hat er es auch gefühlt und wir waren uns einig.

Haben Live Acts wie ihr eher ein klassisches Bandverhalten im Backstage bereich? Also Tische durchtreten und Catering verwüsten oder doch ganz anders?

Alex: In unserem Fall trifft dann eher „…doch ganz anders…“ zu. Die Tische bleiben ganz und das Catering wird wenn dann erst in unseren Mägen zusammen mit Alkohol verwüstet.

Daniel: Wir sind eher froh über einen gut sortierten Backstage um kurz runterzukommen und danken es mit gutem Benehmen :)

Habt ihr ein geheimes Ritual bevor es auf die Bühne geht?

Alex: Jeder von uns hat so seine eigenen Rituale im Kopf festgesetzt bevor es auf die Bühne geht. Ich brauch z.B. meine Cola und meine Flasche Wasser ne halbe Stunde vor dem Gig und genug Zigaretten.

Daniel: Mein Ritual beginnt eigentlich immer erst auf der Bühne, indem ich noch mal kurz unser Setup checke und ein kurzes Gebet für mein altes Macbook spreche. Das Teil hat nach 5 Jahren einen ausgeprägten Charakter entwickelt und will nicht immer so, wie ich mir das vorstelle. Bis jetzt ist aber immer alles gut gelaufen :)

Ihr spielt auf Festivals wie dem Fusion oder Helene Beach Festival und auch Clubs wie dem Ritter Butzke – was rockt mehr?

Alex: Ich persönlich kann nicht definieren welches Event in welcher Location besser rockt. Jeder Club hat ja seine eigene Seele, die durch das dort arbeitende Team geformt wird und habe in meiner Summe an Erinnerungen definitiv mehr schöne als eher unangenehme und ich liebe es auf immer wieder anderen Bühnen zu stehen. Im Gesamten aber, um eine Tendenz zu geben, bin ich eher der Clubgigger, mag es also mehr in einem düsteren, dreckigen, vollen Club zu spielen als auf einem Festival.

Daniel: Ich bin da eher der Festivaltyp. Ich liebe den Sommer und gute Open Air Partys. Von den Erinnerungen der Festivals zehre ich meist noch die gesamte kalte Jahreszeit und genau diese Erinnerungen treiben mich auch an ständig neue Musik zu machen. Wobei ich sagen muss, dass zelten gehen nicht so mein Ding ist, aber das gehört halt auch dazu.

Wie vertreibt ihr euch in der Regel die Zeit im Flieger oder der Bahn wenn es auf Tour geht?

Alex: Ein Großteil tatsächlich mit Schlafen, den Rest mit illustren Gesprächen mit Daniel und dem Lieblings-Computerspiel eines jeden Dj’s, Sets mischen mit Traktor.

Daniel: Ich kann leider nicht so gut im Sitzen schlafen, deswegen meistens mit Lesen, Arbeiten oder mit Alex quatschen.Wie seid ihr als Live Act, der ja auch DJ Erfahrung hat, an den Machine Cast gegangen?

Wir haben zwar beide einen Background als Djs, jedoch wollen wir uns mit dem Projekt BONDI vor allem live ausdrücken, das heißt nur eigene Songs spielen und diese auch live auf die Bühne bringen. Für den Podcast sind wir ein wenig davon abgewichen und haben eigene Produktionen mit ein paar unserer aktuellen Lieblingsstücke von externen Künstlern zusammengemixt und ab und zu ein wenig rübergejamt. Es ist also eine Art Dj-Mix mit Liveelementen entstanden. Soweit der Plan, aber hört selbst :)

Welchen der drei Items würdet ihr auf eine einsame Insel mitnehmen und warum? 1. Gameboy 2. E-Guitar 3. Taschenmesser

Alex: Ohne die Musik würde ich zu Grunde gehen aber es wäre tatsächlich das Taschenmesser. Bis ich mir damit eine kleine Hütte gebaut, ein paar Bananen abgeschnitten und eine Akustik Gitarre gebaut hätte, hätte ich immer mein kostenloses Instrument dabei, meine Stimme.

Daniel: Schwierig, das Taschenmesser macht wahrscheinlich am meisten Sinn, aber der Gameboy soviel Spaß :) Ich würde das Taschenmesser nehmen und angenommen wir sind zu zweit auf der Insel soll Alex die Gitarre nehmen, dann ist auch gleich für gute Musik gesorgt.

Was sind eure Pläne für 2016?

In erster Linie dasselbe wie bereits 2015: Komponieren, Produzieren und Texte schreiben. Wir sind in einer stetigen Entwicklung einer Suche nach Klängen und Melodien, wir glauben das wird nie aufhören und sich Jahr für Jahr wiederholen. Außerdem freuen wir uns natürlich auf die kommende Sommer-Saison, haben wir doch solch wundervolle Erinnerungen an die Letzte und so viele verschiedene, individuelle Charaktere kennen lernen dürfen. Dies erweitert den Horizont ungemein und beflügelt einen dauerhaft. Außerdem freuen wir uns auf unsere  anstehenden Veröffentlichungen auf Einmusika, Warung Recordings, Konzeptions und WellDone! Music.

The Machine Cast #75 by Dean Demanuele

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Hände hoch für die #75: Unser Machine Cast geht in die nächste Runde und irgendwie weht hier gerade so eine dezente Mittelmeerbrise. Das liegt wohl an unserem heutigen Gast-DJ Dean Demanuele, der aus Malta stammt und sich seit einigen Jahren erfolgreich durch Europa mixt.

Seine eigentliche musikalische Reise startete in England, wo er mit Bedrock und Boxer Recordings gemeinsame Sache machte. Gefeiert von Acts wie Luciano oder Richie Hawtin zählt er schon lange nicht mehr zur Newcomer-Riege. Vor drei Jahren ungefähr zog es Dean Demanuele, natürlich, nach Berlin. Und was macht man als Producer in der schönen Haupstadt? Richtig, man gründet sein eigenes Label. Dazed & Cofused Records war geboren und damit eine neue musikalische Plattform, durch die er sich als Künstler stark weiterentwickeln konnte.

Nach dem dicken B machte er Halt in der Schweiz. Spielte einige Support-Gigs und fand mit Lee van Dowski  sozusagen seinen Partner in Crime. Gemeinsam veröffentlichten sie auf Major-Labels wie mobilee oder Noir Music. Achja, und singen kann der Mann übrigens auch noch, so entschied er sich irgendwann dazu bei seinen Live-Auftritten auch am Mic zu stehen. VORSICHT ANSAGE: Außerdem spielte er vor über 50.000 Peops auf dem Isle of MTV Konzert. Wir sagen es mal so, 2016 gibt es von Dean Demanuele noch einiges zu hören.

Jetzt solltet ihr mindestens genauso gespannt sein wie ein Flitzebogen und noch heißer als Frittenfett. Dann nichts wie los, der Play-Button ist nicht mehr weit! Gönnt euch eine Runde Dean Demanuele, exklusiv für Dressed Like Machines. UND BITTE:

The Machine Cast #74 by Chris Sonaxx

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Häufiges Tanzen macht glücklich. Na bitte! Damit eure Endorphine ordentlich um die Wette twerken können, servieren wir einen neuen Machine Cast – from South Germany with love.

Das elektronische Energiebündel Chris Sonaxx ist schon seit einigen Jahren erfolgreich in Stuttgarts Musikszene unterwegs und auch über den Kessel hinaus lässt sein treibender Sound die Funken sprühen. Egal ob im Club oder auf Festivals wie der SEMF, dem Day & Night, der NATURE ONE oder dem Rave On Snow in Österreich: Ahjoooo, der Schwabe weiß halt, was der crowd gefällt.

Mit viel Liebe zur Musik entführt er euch auch heute in seine elektronischen Klangwelten. Kommta mit? „Koi Zeit“ lassen wir übrigens nicht gelten. Also rutscht die Möbel zur Seite, zieht die Tanzsocken an und dreht die Musik laut.

The Machine Cast #73 by Remcord

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Unser neuer Machine Cast kommt „Straight Outta Frankreich“: Der Pariser DJ REMCORD hat mit den Jungs von Hanne & Lore, Ramon Tapia oder auch Beatamines einige gemeinsame Projekte am laufen und veröffentlichte bereits auf Labels wie Heulsuse, Atmosphere Records und bald auch bei Ahoi Records. Heute serviert er einen Machine Cast „à la carte“, der dank feinster elektronischer Klänger das Dopamin zum blubbern bringen wird. Versprochen! Im Vorab-Interview verrät Remcord einige Details über das Musikmixen an sich und die Szene in Frankreich. Reinlesen, auf Play klicken und schweben!

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Ich würde sagen, dass ich eine Mischung aus Techno, House und Minimal mache. Aber eigentlich möchte ich mich da gar nicht festlegen. Wenn ich im Studio bin, geht es mir einfach nur darum, meiner momentanen Stimmung nachzugehen. Am wichtigsten ist mir dabei meinen warmen, groovigen und melodischen Sound beizubehalten. Wenn es mir gelingt die Menschen zum Tanzen zu bringen und ich merke, dass die Geschichte bei ihnen ankommt, die ich mit meiner Musik erzähle, ist das ein äußerst befriedigendes Gefühl.

Wie war die Szene, als du in Frankreich aufgewachsen bist? 

In Frankreich ist die Elektro-Szene sehr weit verbreitet und seit Jahrzehnten bekannt für ihre erstklassige Underground-Musik. Heute wächst eine viel engere Verbindung zwischen den Labels, Promotern, den Leuten auf der Tanzfläche und dem Genre selbst heran. Ich begrüße diese Entwicklung sehr und hoffe, dass hier die letzte Stufe noch nicht erreicht ist. Lang lebe was auch immer als nächstes kommen wird!

Was spielst du so? Ähnelt es sehr deinen eigenen Produktionen oder eher nicht? 

Meistens mache ich Live-Shows, das mag ich einfach lieber. Nicht nur weil ich dann meine eigene Musik spiele, sondern weil es mir so auch gelingt, zusammen mit den Leuten auf der Tanzfläche einzigartige Momente zu erleben. Wenn ich ein DJ-Set spiele versuche ich eine Auswahl an Tunes zu integrieren, die in mein Musik-Universum passt. Natürlich berücksichtige ich hierbei auch Zeit und Ort meines Auftritts. Zurzeit mag ich besonders die Sachen von Labels wie Underyourskin Records, URSL, Noir Music, Monaberry

Du hast in der Vergangenheit mit Ramon Tapia und Hanne & Lore von der Monaberry Crew zusammengearbeitet. Was steht als Nächstes an? 

Ja, ich fühle mich sehr geehrt Remixe von derartiger Qualität bekommen zu haben. Ich bin schon immer ein großer Fan ihrer Musik gewesen und es ist ein wunderbares Geschenk wenn du einen Remix von Produzenten bekommst, deren Karrieren du schon so lange verfolgst.  Momentan arbeite ich an einem neuen Release für „Ahoi Audio“; Sasha Cawa hat einen tollen Remix beigesteuert und ich kann es kaum abwarten endlich zu veröffentlichen. Der Remix vom Track „Pink Flamingo“ stammt von keinem Anderen als Andlee.

Was treibst du eigentlich so unter der Woche, wenn du nicht gerade auf Gigs unterwegs bist? Und wie genau planst du dein Live-Setup? 

Unter der Woche verbringe ich sehr viel Zeit im Studio. Außerdem gehe ich meinem Job als Sound- und Licht-Techniker in einem Theater nach.  Ich liebe es Tag und Nacht an neuer Musik zu schreiben. Wenn ich mit einem Track fertig und damit zufrieden bin, nehme ich die herausragendsten Parts und versuche sie in meine Live-Show zu integrieren. Als erstes exportiere ich die Audio Parts wie Kick, Snare, Percussion, Synths und Bassline von den verschiedenen Channels aus meinem Ableton Project. Danach füge ich die Synths über Midi oder den SH 101 hinzu, falls die Backline das erlaubt. Dann ergänze ich noch ein paar Effekte auf den richtigen Channels und improvisiere mit dem TR8 Drum-Computer. Die Idee dahinter ist, dass sich auf diese Art und Weise jede Live-Perfomance von der anderen unterscheidet. Jede Show ist absolut einzigartig!

Wie gehst du typischerweise bei einem neuen Track vor? Wie fängst du überhaupt an? 

Grundsätzlich fange ich mit den Basics der elektronischen Musik an – der Kick und der Bassline. Manchmal beginne ich aber auch mit Melodien oder Soundscapes. 99 Prozent der Zeit spiele ich aber auch einfach nur mit meinen Instrumenten herum und habe riesigen Spaß dabei. Ich entwerfe Sequenzen mit meinen diversen Studio-Tools und halte auch in meiner Umgebung immer Ausschau nach inspirierenden Sounds. Wenn ich merke, dass meine Geschichte langsam Gestalt annimmt, nehme ich die verschiedenen Channels auf.

Und wie bist du an den Budakid Remix für die neueste EP auf Great Stuff herangegangen? Hattest du im Vorhinein schon eine Idee im Kopf oder hast du herumexperimentiert?

Wie immer habe ich experimentiert! Bei diesem Remix habe ich mich dazu entschieden die Percussion Stems des Originals zu verwenden, die ich dann modifiziert und mit einem LFO geloopt habe, um sie in Bewegung zu halten. Danach habe ich die Drums mit dem TR8 und den Bass mit der Bass Station kreiert. Als ich mit dem Haupt-Groove zufrieden war habe ich probiert, wie ich am besten die übrigen Elemente des originalen Tracks von Budakid einfließen lassen kann.

Was sind deine Pläne für 2016?

2016 möchte ich einfach nur weiter Spaß am Musikmachen haben. Es sind einige Veröffentlichungen auf mehreren Plattenlabels geplant, ich werde ein paar Podcasts machen und als Live Act in Europa unterwegs sein. Zu guter Letzt arbeite ich zusammen mit „Atmosphere Records“ an einem super coolen Projekt, welche noch 2016 das Licht der Welt erblicken wird. Mehr darf ich dazu jedoch noch nicht verraten.

The Machine Cast #73 by Remcord by Dressed Like Machines on hearthis.at

The Machine Cast #72 by Niklas Ibach

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Leute, ich weiß, auch für uns ist es hart, aber wir müssen es akzeptieren: Es ist Winter. Aber alles ganz entspannt. Denn für den mittlerweile schon 72. Machine Cast haben wir für euch extra First Class Tickets in der Dr.Lima Sunshine Airlines gebucht, um dem Winter zu entfliehen, die Seele in der Luft und die Füße im Wasser baumeln zu lassen. Wir gönnen euch nämlich einen kleinen Urlaub und haben niemand geringeren als Niklas Ibach als unseren Flugkapitän gewinnen können, der in einem knapp einstündigen Flug nicht nur unser Herz zum Erwärmen, sondern den ganzen Planeten zum Glühen bringen wird. Also: Griller an, Bermudas runter, Radler Marsch und Abflug!

mehr!

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